HIV breitet sich unter Migranten aus

Die Bischöfe rufen zum Handeln auf, da die Migranten nun schon elf Prozent der gemeldeten Fälle ausmachen. Die Möglichkeit der Infizierten an Gesundheitsvorsorge zu kommen, wird oft durch deren hohe Kosten zunichte gemacht.

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Manila, Philippinen – Mindestens elf Prozent der 52.280 Philippinen, bei denen das HI-Virus oder AIDS festgestellt wurde, sind migrierte Arbeiter, wie ein neuer Bericht zeigt. Daten des philippinischen Gesundheitsministeriums zeigen, dass 5.537 Philippinen im Ausland arbeiten und Ende Februar positiv auf HIV oder AIDS getestet wurden. Kirchenführer zeigen sich angesichts der steigenden Zahlen alarmiert. Bereits seit Jahren sind besonders junge Menschen davon betroffen, die meisten unter ihnen männlich. Sogar der Klerus wurde dazu angehalten, sich auf sexuell übertragbare Krankheiten und auch HIV testen zu lassen.

Mindestens 140 dieser arbeitenden Migranten wurden im Januar und Februar diesen Jahres neu mit HIV diagnostiziert: 129 Männer und elf Frauen. Parlamentsmitglied Aniceto Bertiz III. zufolge wurden die meisten Migranten durch sexuelle Kontakte mit dem Virus infiziert.

Ruperto Santos, Bischof von Balanga, betonte die tödliche Gefahr des Virus und rief dazu auf, dass alle zusammenarbeiten müssten, um die Problematik anzusprechen. Die bischöfliche Kommissionen für Gesundheitsfürsorge für Sensibilisierung, Prävention, medizinische Hilfe und Unterstützung werde darüber diskutieren, versprach der Bischof. Er erklärte weiter, die Kirche kümmere sich nicht nur um das spirituelle Wohl der Migranten, sondern auch um ihre körperliche Gesundheit. Sie wollten „ihr Leben würdevoll gestalten und sicherstellen, dass ihre Rechte respektiert und beachtet werden. Es ist unser Wille, dass sie ihr Leben in vollen Zügen leben können.“

Der Nationale Kirchenrat der Philippinen hat im vergangenen Jahr eine Kampagne zur Bekämpfung der Diskriminierung von Menschen mit dem Virus gestartet. Die protestantische Gruppe sagte eine der Herausforderungen, wenn es um Menschen mit HIV und AIDS ginge, sei das Stigma, dass die Gesellschaft ihnen aufdrücke. Auch erhielten sie keine ausreichende Gesundheitsvorsorge, da diese häufig zu teuer seien, als dass die Migranten sie bezahlen könnten.

Das Register des Gesundheitsministeriums ergab auch, dass insgesamt 2.511 Todesfälle aus der Gesamtzahl der HIV- und AIDS-Fälle gemeldet wurden. Mindestens 41 dieser Todesfälle wurden im Jahr 2017 registriert.

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