Piraterie in Asien geht um die Hälfte zurück

Insgesamt 14 Zwischenfälle wurden von Januar bis März 2018 in asiatischen Gewässern gemeldet. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Rückgang um um knapp die Hälfte. Die Warnungen für die betreffenden Regionen bleiben bestehen.

Pirateriefälle-Asien Karte

Manila, Philippinen – 27 Attacken auf Schiffe waren im ersten Quartal 2017 gemeldet worden, davon 21 tatsächliche Angriffe und sechs Versuche. Von den 14 im diesjährigen ersten Quartal gezählten Zwischenfällen waren neun Angriffe und fünf Angriffsversuche), meldet ReCAAP.

Einer der 2018 bisher gemeldeten Zwischenfälle wird als Akt der Piraterie eingestuft, 13 als bewaffnete Raubüberfälle auf Schiffe. Die Verbesserung gegenüber der Situation im Vorjahr ergibt sich aus einem Rückgang der Zwischenfälle in den Häfen und Reeden in Bangladesch und den Philippinen. In der Sulu-Celebes-See gab es keine Meldungen über Entführungen und Lösegeldforderungen. Ebenso blieben in diesem Gebiet Schiffsentführungen und Ladungsdiebstähle (Öl) aus.

Angriff auf Containerschiff verdeutlicht Gefahr

Allerdings besorgt die Experten von ReCAAP der versuchte Angriff auf das Containerschiff »Kudos 1« in der Sulu-Celebes-See am 16. Februar. Das Schiff war 4,4 sm südöstlich der Insel Sibago unterwegs von Basilan, Philippinen, als drei motorisierte Bancas mit je drei bewaffneten Tätern an Bord mittschiffs versuchten, mit Seilen und Haken das Schiff zu entern. Der Kapitän und die Besatzung spritzten heißes Wasser auf die Täter, die sich nach etwa zwei Minuten am Schiff zurückzogen und in etwa 400 bis 500 m Entfernung dann neu positionierten.

Zwei Besatzungsmitglieder erlitten leichte Verletzungen aufgrund der Glassplitter aus dem Bullauge, die wegen eines Pistolenschusses zerbrochen waren. Die Behörden wurden durch das Notsignal alarmiert und reagierten sofort. Die PCG und die Philippine Navy (PN) eskortierten das Schiff sicher in Richtung des Hafens von Zamboanga City.

Weniger schwere Zwischenfälle

Im Vergleich zum Vorjahr waren die gemeldeten Zwischenfälle im ersten Quartal weniger schwerwiegend. Pirateriefälle der Kategorien 1 und 2 wurden nicht registriert, unter dern neun tatsächlichen Angriffen gab es drei Fälle der Katgorie 3 und sechs der Kategorie 4. Im Vorjahreszeitraum gab es drei Zwischenfälle der Kategorie 1, einmal Kategorie 2, fünfmal Kategorie 3 und zwölfmal Kategorie 4. Die Kategorien werden nach Faktoren wie Grad der Gewalt, Anzahl der Angreifer und höhe des wirtschaftlichen Schadens vergeben, 1 ist die höchste Stufe.

Im Betrachtungszeitraum wurden mehrere Verhaftungen von Kriminellen und die Sicherstellung gestohlener Gegenstände registriert. ReCAAP begrüßt die schnelle Reaktion der Behörden auf die Meldungen von den Schiffen, die zur Ergreifung der Piraten geführt hatten.

ReCAAP ermutigt Kapitäne und Mannschaften zur erhöhten Wachsamkeit und zur sofortigen Meldung aller Zwischenfälle an den nächstgelegenen Küstenstaat und die Flaggenverwaltung. Die Sicherheitsbehörden sollen wiederum schnell auf solche Meldungen reagieren. Die Warnung für die Sulu-Celebes-See und die östliche Sabah-Region bleibt bestehen, Schiffe sollten das Gebiet nach Möglichkeit umfahren.

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