Katholische Kathedrale von Marawi muss nach schweren Kämpfen abgerissen werden

Katholische Kathedrale von Marawi

Manila, Philippinen – Die von Kämpfen zwischen der philippinischen Armee und islamischen Terroristen schwer beschädigte katholische Kathedrale von Marawi muss abgerissen werden. Die Schäden seien so schwerwiegend, dass ein Wiederaufbau nicht möglich sei, berichtete die Tageszeitung „Manila Bulletin“ am Sonntag.

Am 23. Mai 2017 hatten die islamistischen Terrorgruppen Maute und Abu Sajaf Marawi gestürmt und besetzt. Hunderttausende Einwohner flohen vor den Kämpfen und wurden in Lagern außerhalb der Stadt untergebracht. Die Kathedrale „Maria, Hilfe der Christen“ lag im Zentrum der fünf Monate dauernden Kämpfe zwischen Armee und Terroristen. Diese hatten sich sowohl in der Kathedrale als auch in Moscheen und Häusern verschanzt. Ein neues Gotteshaus werde erst gebaut, wenn der Wiederaufbau der Stadt und ihrer Moscheen beendet sei, zitierte die Zeitung Ortsbischof Edwin de la Pena. Mit dem Abriss der Kathedrale und der ebenfalls zerstörten Bischofsresidenz werde im Juni begonnen.

Die Philippinen sind ein mehrheitlich katholisches Land, während die Insel Mindanao, auf der die Stadt Marawi liegt, das Siedlungsgebiet der muslimischen Minderheit ist. Die Muslime auf Mindanao kämpfen seit vielen Jahrzehnten für eine weitreichende Autonomie.

Redaktion


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