Duterte verbietet Einsatz philippinischer Gastarbeiter in Kuwait

Duterte verspricht Gerechtigkeit

Präsident Rodrigo Duterte

Manila, Philippinen – Präsident Rodrigo Duterte sagte am frühen  Sonntag, 29. April 2018, das Einsatzverbot in Kuwait werde nach der Rettung notleidender philippinischer Arbeiter durch die philippinische Botschaft im Golfstaat dauerhaft bestehen bleiben.

In einer Rede bei seiner Ankunft in Davao City vom gerade abgeschlossenen Gipfeltreffen der 32. Vereinigung südostasiatischer Nationen (Asean) in Singapur sagte Duterte auch, dass das Memorandum of Understanding (MOU) zwischen den Philippinen und Kuwait zum Schutz philippinischer Arbeiter ( OFWs) würde nicht mehr unterzeichnet werden.

„Das Verbot bleibt dauerhaft bestehen. Vor allem für Haushaltshilfen wird es keine Rekrutierung mehr geben.“, sagte Duterte.

Als Alternative sagte Duterte, dass die OFWs nach China geschickt werden könnten, da sie in den nächsten fünf Jahren rund 100 000 Englischlehrer suchen würden.

Duterte fügte hinzu, er hoffe, dass die OFWs, die in Kuwait bleiben würden, human behandelt würden.

„Sie können dort bleiben. Für philippinische Haushaltsangestellte, wenn Ihre kuwaitischen Arbeitgeber möchten, dass Sie gehen, dann kommen Sie bitte nach Hause. Ihre Regierung wird ihr Bestes tun, um Ihnen zu helfen, zurückzukehren und neu anzusiedeln. Ich appelliere an Ihren Patriotismus und an Ihre Liebe zu Land und Familie „, sagte Duterte.

Letzte Woche tauchte ein Video auf, das philippinische Beamte zeigt, die in Kuwait OFWs von ihren Arbeitgebern gerettet haben.

Dies verärgerte den Golfstaat, als er den philippinischen Botschafter Renato Villa dazu aufrief, ihm zwei Protestschreiben zu überreichen.

Letzten Montag hatte Duterte ein Treffen mit dem kuwaitischen Botschafter auf den Philippinen, Saleh Ahmad Althwaikh, was Malacanang als „aufrichtige, aber sehr herzliche Diskussion“ beschrieb und dass nach dem Treffen die Verbindungen zwischen den beiden Staaten stärker wurden.

Am nächsten Tag gab Außenminister Alan Peter Cayetano eine formelle Entschuldigung an Kuwait ab.

Am Mittwoch jedoch, sagte der Golfstaat, dass er Villa wegen „undiplomatischer Handlungen durch philippinische Botschaftsangehörige“ ausweisen würde.

Diplomatische Eiszeit – Darum ist Kuwait verärgert

Redaktion


Wie hat Ihnen der Artikel gefallen?

[ratings]


Print Friendly, PDF & Email