Delegation aus der Science City of Muñoz in Marburg zu Gast

Delegation aus der Science City of Muñoz in Marburg zu Gast

Delegation aus der Science City of Muñoz in Marburg zu Gast

Ein Maulbeerbaum als Symbol:.

Klimapartner wachsen weiter zusammen

Manila, Philippinen – Eine Delegation aus der Science City of Muñoz auf den Philippinen war zu Gast in Marburg, um sich im Rahmen der Klimaschutzpartnerschaft mit der Universitätsstadt über Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel auszutauschen. Als ein Symbol der Partnerschaft haben Marburg und Muñoz in ihrer jeweiligen Stadt einen Baum gepflanzt. Bürgermeister Wieland Stötzel weihte mit der Delegation den neuen Maulbeerbaum im Northamptonpark ein.

Jefferson Ongoco, Leiter der Stadtplanung, June Mico, Leiter des Amtes für Umwelt und natürliche Ressourcen, und Armando Encarnacion Miranda, Leiter des Bauamtes, sind von den Philippinen angereist. Mit ihnen zusammen weihte Bürgermeister und Umweltdezernent Stötzel einen frisch gepflanzten Baum im Northamptonpark als Symbol der Partnerschaft ein. „Der Maulbeerbaum ist ein Symbol der wachsenden Verbindung zwischen unseren beiden Partnerstädten“, erklärte Stötzel. Gemeinsam hätten beide Städte in den vergangenen eineinhalb Jahren intensiv zusammengearbeitet und seien dabei enger zusammengerückt. Zwei Stelen mit den Namen der beiden Partnerstädte für die Partnerschaft stehen neben dem Baum.

Die Universitätsstadt Marburg und die Science City of Muñoz haben 2016 eine Klimapartnerschaft geschlossen, erläuterte Stötzel. Die Partnerschaft wurde von der Servicestelle „Kommunen in der Einen Welt“ des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung vermittelt. Sie ist eingebettet in das Projekt „Kommunale Klimapartnerschaften“ des Bundesministeriums. „Klimaschutz ist eine globale Aufgabe“, betonte der Bürgermeister, „aber erfolgreich handeln kann man nur, wenn Maßnahmen vor Ort durchgeführt werden.“

Mittlerweile existieren rund 50 Klimapartnerschaften zwischen deutschen Kommunen und Kommunen in Afrika, Lateinamerika sowie Südostasien. Marburg nimmt mit vier weiteren Städten an der fünften Phase mit Partnern aus Vietnamoder von den Philippinen teil. Die beteiligten Kommunen erarbeiten ein gemeinsames Handlungsprogramm zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel und setzen es anschließend um. Zur Erarbeitung des Handlungsprogramms organisiert und finanziert die Servicestelle „Kommunen in der Einen Welt“ internationale Workshop und Vernetzungstreffen.

In den vergangenen anderthalb Jahren haben die Universitätsstadt Marburg und die Science City of Muñoz laut Marion Kühn, Fachdienstleiterin Klimaschutz, Stadtgrün und Friedhöfe, ihr gemeinsames Handlungsprogramm zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel erarbeitet. Das Programm enthält Maßnahmen für die Themenschwerpunkte Erneuerbare Energien, Hochwasserschutz, Regenwassermanagement und Bewusstseinsbildung. „Themen, die beide Städte angehen“, hob Kühn hervor. Auch wenn in Deutschland in den vergangenen Jahren beispielsweise die Temperaturengestiegen seien, so werde der Klimawandel auf den Philippinen mit ihren etwa 7000 Inseln viel stärker wahrgenommen – weshalb auch das Bewusstsein dafür stärker ausgeprägt sei. „Taifune, von denen auch Muñoz betroffen sind, werden schwerer vorherzusagen, und steigende Meeresspiegel treffen einen Inselstaat umso mehr“.

Anfang Mai wurde das Programm auf einem internationalen Workshop in Berlinvorgestellt. An dem Workshop nahmen Bürgermeister Wieland Stötzel und der Muñozer Bürgermeister Nestor Lazaro Alvarez sowie Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Fachdienste teil. Dabei waren Marion Kühn sowie Achim Siehl und Wiebke Smeulders vom Fachdienst Klimaschutz, Stadtgrün und Friedhöfe, sowie Ongoco, Mico und Encarnacion aus Muñoz. Intensiv tauschten sich die beiden Delegationen mit anderen Kommunen aus Deutschland, den Philippinen und Vietnam aus und planten die weiteren Schritte für die Umsetzung des Handlungsprogramms.

Das Förderprogramm laufe nun aus, sagte Kühn. Jetzt seien die Kommunen gefragt weiterzumachen. „Die erarbeiteten Maßnahmen sollen perspektivisch angegangen werden.“ Wie Siehl berichtete, werde etwa eine Schulpartnerschaft zwischen der Elisabethschule und einer Schule aus Muñoz angestrebt. Die Delegation von den Philippinen habe daher auch sehr interessiert in der Elisabethschule ein Klimaschutztheater angeschaut, da in der Heimat ein ähnliches Projekt geplant sei.

Für die Marburgerinnen und Marburger ist im Northampton-Park die Klimapartnerschaft nun sichtbar. Ausgewählt worden sei mit dem Maulbeerbaum ein Gewächs, das in Zeiten des Klimawandels auch längere Trockenheit vertrage, erklärte Kühn. „Und die Früchte sind essbar, das passt zu unserem Projekt ,Probier mal Marburg‘, für das in der Stadt an zahlreichen Standorten Kräuter und Obstbäume zum Ernten für alle Bürgerinnen und Bürger angepflanzt wurden.“

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