Duterte`s späte Erkenntnis – China „verspeist langsam“ unsere West-Philippinensee“

Präsident Rodrigo Duterte

Präsident Rodrigo Duterte

Manila, Philippinen – Präsident Rodrigo Duterte sagte, dass die Philippinen ihre Rechte in der West-Philippinensee nicht aufgeben, nachdem kürzlich Berichte über den Raketeneinsatz und die Militarisierung Chinas in der umstrittenen See bekannt wurden.

Präsident Duterte räumte ein, dass die West-Philippinensee durch die expansiven Ansprüche Chinas „langsam verspeist“ worden sei.

„Ich habe nichts gegen China, aber China beanspruchte das gesamte chinesische Meer,“, sagte er in einer Rede am Dienstag, 15. Mai 2018 an Bord der BRP Davao del Sur. Der Präsident sagte, China habe „das gesamte Eigentumsrecht des Südchinesischen Meeres beansprucht“.

„Als China den gesamten Ozean für sich beansprucht, habe ich nichts getan, es gibt nichts was ich tun kann, es gibt nichts, was wir tun können, denn das wollen sie,“ fügte er hinzu.

In der vorigen Woche verlagerte er noch die Schuld auf seinen Vorgänger, den ehemaligen Präsidenten Benigno Aquino III und die USA, die angeblich nichts gegen die Expansionspläne Chinas unternommen hätten.

„Vom Zeitpunkt des Schiedsspruches bis zu seinem Ende seiner amtszeit war genügend Zeit für ihn, etwas zu tun und zu handeln“, sagte er.

Im Gegensatz zur Behauptung von Präsident Duterte wurde das Schiedsurteil der Vereinten Nationen jedoch erst am 12. Juli 2016, wenige Tage nach der Übernahme der Präsidentschaft Duterte`s, ausgesprochen.

Erst in Duterte`s Amtszeit wurden die künstlichen Inseln in der West-Philippinensee fertiggestellt, Landebahnen, Kasernen und Waffensysteme durch China installiert.

Duterte wiederholte, dass er dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping während eines ihrer bilateralen Treffen sagte, dass er während seiner Amtszeit auf dem Haager Urteil bestehen würde, aber nicht für jetzt. Xi sagte ihm, er solle die Erwärmung der Beziehungen zwischen Manla und Peking nicht ruinieren.

Trotz Berichten über die Raketeninstallationen durch Peking und der Anwesenheit chinesischer Militärflugzeuge in den von den Philippinen beanspruchten Riffen, äußerte sich Duterte in keiner seiner Reden zu diesen jüngsten Entwicklungen.

Redaktion


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