Basler Eltern sterben bei Horror-Crash auf den Philippinen

Spital sucht verzweifelt Muttermilch fürs Baby

busunfall naga

Manila, Philippinen – Am 22. Mai ereignet sich die Tragödie: Zwei Busse zermalmen einen schwarzen Ford. Darin sitzen die Baslerin Sabine N.* (34), ihr Partner Robert K.* und das Söhnchen Kaoru* (neun Monate). Wie durch ein Wunder überlebt das Baby. Es wurde aus dem Auto geschleudert.

In nur wenigen Sekunden wird aus dem Paradies die reinste Hölle. Es ist Dienstag, der 22. Mai. Sabine N.* (34) aus Basel ist mit ihrem Mann Robert* in den Ferien. Sie bereisen die Philippinen, die Heimat von Robert, der aus Manila stammt.

schweizer eltern busunfall

Die Schweizerin Sabine N. (†34), ihr Ehemann Robert K. kommen bei einem Horror-Crash in Naga City um. Söhnchen Kaoru (neun Monate) überlebt wie durch ein Wunder.

Im Arm der Mutter schlummert der kleine Kaoru*. An diesem Tag wird der Bub neun Monate alt. Die junge Familie lebt in Thailand. Sabine N. führt als Guide Touristen an Strände, in verwunschene Buchten und durch den Nationalpark.

Baby überlebt wie durch ein Wunder

Gegen 17.30 Uhr findet das junge Familienglück ein furchtbares Ende. Auf dem Maharlika Highway bei Naga City setzt der schwarze Ford des Ehepaars zum Überholen an. Ein Bus schert aus, streift den PKW. Der kommt ins Schleudern und kollidiert mit weiteren drei Fahrzeugen. In der darauffolgenden Massenkarambolage wird das Auto mit der Schweizerin an Bord förmlich zermalmt.

Wie durch ein Wunder wird das Baby aus dem Fahrzeug geschleudert. Es landet auf dem Asphalt. Vater Robert stirbt noch vor Ort, Mutter Sabine erliegt ihren schweren Verletzungen später im Spital. Der kleine Bub kommt mit einem Beinbruch davon. Eine weitere Beteiligte stirbt ebenfalls. Die blutige Bilanz des Horror-Crashs: drei Tote und elf Verletzte.

Spital sucht händeringend nach Muttermilch

Es folgen dramatische Stunden im Spital von Naga City. Denn Kaoru verweigert das Fläschchen. Das Baby will gestillt werden. In einem verzweifelten Aufruf in den Medien sucht das philippinische Krankenhaus händeringend Muttermilch. Es appelliert an stillende Mütter im Umkreis, sich sofort im Spital zu melden.

Gleich nach dem tragischen Unfall werden auch die Eltern der Baslerin informiert. Sie sind auf dem Weg auf die Philippinen und werden sich des verwaisten Enkels annehmen. Bei Khao Sok Center Tour in Südthailand, wo Sabine N. seit zwei Jahren in der Touristenbetreuung und im Marketing arbeitet, sitzt der Schock tief.

Sie habe am Sonntag zurück sein wollen, heisst es im Center. Man könne nicht glauben, dass Sabine tot sei. Sie habe doch so das Leben genossen, sagen die Freunde. Sie sei ein so fröhlicher Mensch gewesen. Das EDA bestätigt gegenüber BLICK den Tod der Schweizerin. Man stehe mit den Angehörigen im Kontakt.

Quelle


Wie hat Ihnen der Artikel gefallen?

[ratings]


Print Friendly, PDF & Email
Meister Solar