Schweizer ließ Kinder auf den Philippinen missbrauchen und schaute im Internet zu

Der Pädo-Zürcher Jonas F. (32) hat 76-mal dabei zugeschaut, wie auf seine Anweisungen hin Mädchen auf den Philippinen missbraucht wurden. Jetzt wurde der 32-Jährige vom Bezirksgericht Zürich verurteilt.

Richter-Hammer

Manila, Philippinen – Der pädophile Schweizer Jonas F.* (32) hat während zweieinhalb Jahren via Live-stream dabei zugeschaut, wie Kinder auf den Philippinen sexuell missbraucht wurden. Dabei konsumierte der Elektriker nicht nur die kinderpornografischen Handlungen, er gab auch schriftlich Regieanweisungen.

Insgesamt hat Jonas F. zwischen September 2012 und Januar 2015 so 76 Kinder im Alter von vier bis 15 Jahren live per Skype beobachtet. In 42 Fällen mussten sich die minderjährigen Mädchen in aufreizenden sexuellen Posen zeigen, oder es wurden an ihnen sexuelle Handlungen von Dritten vorgenommen. Jetzt wurde der Pädo-Schweizer vom Bezirksgericht Zürich am Montag zu 50 Monaten verurteilt, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet.

Mädchen bei Pädo-Livestream zu Oralverkehr gezwungen

Die 42 Live-Übertragungen, bei der die Mädchen unter anderem zu Oralverkehr gezwungen wurden, dauerten zwischen 30 Sekunden und fünf Minuten. Dafür zahlte der heute 32-Jährige insgesamt 5300 Franken per Kreditkarte.

Auch wenn Jonas F. es gefordert hatte und dafür 2000 Franken zahlte, kam es in 34 Fällen nicht zum Geschlechtsverkehr mit 7- bis 15-Jährigen. Stattdessen unterbrach der Anbieter den Stream.

Das perverse Treiben von Jonas F. flog dank britischen Ermittlern auf. Sie enttarnten einen Sexhändlerring und spielten den Schweizer Behörden daraufhin den Namen des beschuldigten Elektrikers zu. Der 32-Jährige wurde aufgespürt und sass in der Folge sechs Monate in Untersuchungshaft.

Jonas F. (32) wegen sexueller Handlungen mit Kindern verurteilt

Beim Prozess vor dem Bezirksgericht Zürich äusserte sich Jonas F. zu den Vorwürfen. Dabei zeigte er sich reuig und merkte an, dass er seit rund drei Jahren in psychotherapeutischer Behandlung sei. «Die Suchtspirale hat sich immer schneller gedreht, ohne fremde Hilfe kommt man nicht mehr heraus», sagt Jonas F. laut «Tages-Anzeiger» über seine Pädophilie vor Gericht.

Staatsanwaltschaft und Verteidigung hatten sich im abgekürzten Verfahren auf eine Freiheitsstrafe von 42 Monaten wegen sexueller Nötigung und sexueller Handlungen mit Kindern sowie verbotener Pornografie geeinigt. Doch nicht genug für das Gericht: Der 32-jährige Elektriker wurde zu insgesamt 50 Monaten Knast verurteilt.

Zugunsten der bereits begonnenen ambulanten Therapie wird die Haftstrafe aufgeschoben. Für die Gerichts- und Gutachterkosten von über 40’000 Franken muss Jonas F. aufkommen.

Weitere Schweizer Pädos verurteilt

Jonas F. ist kein Einzelfall. Im Februar wurde ein Schweizer (62) vom Kriminalgericht Luzern zu zweieinhalb Jahren Knast verurteilt, weil er den sexuellen Missbrauch von Kindern auf den Philippinen und deren Live-Übertragung arrangiert hatte.

Robert T.* (73) , ein weiterer Schweizer, wurde im März vom Gericht in Bulle FR zu 16 Jahren Gefängnis verurteilt. Der Luzerner Pädophile musste sich wegen sexuellen Missbrauchs von über 80 Buben in Thailand zwischen 2000 und 2014 verantworten.

*Name von der Redaktion geändert

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