Von Manila nach München – Städtisches Klinikum heißt Pflegekräfte von den Philippinen willkommen

philippinische pflegekräfte

Die philippinischen Pflegekräfte erhalten von ihren neuen Kollegen Unterstützung bei den Formalien. Foto: SKM

Manila, Philippinen – Insgesamt 70 Pflegekräfte von den Philippinen, aus Italien und Portugal nehmen jetzt ihre Arbeit beim Städtischen Klinikum München auf. Nach einer 12.000 Kilometer langen Reise landeten am Dienstagvormittag, 29. Mai, elf ausgebildete Pflegekräfte mit mehrjähriger Berufserfahrung am Flughafen München.

Bevor sie in den Berufsalltag im Städtischen Klinikum München starten, erhalten sie eine vierwöchige Einführung – insgesamt ist das Integrationsprogramm langfristig angelegt. Die Auslandsakquise ist für die städtischen Kliniken eigenen Aussagen zufolge eine wichtige Maßnahme zur Sicherung des pflegerischen Fachpersonals.

Langfristiges Ziel: Qualifiziertes Pflegepersonal werben und dauerhaft binden

Im Jahr 2016 kam eine erste Gruppe philippinischer Pflegekräfte an, die meisten von ihnen haben das Anerkennungsverfahren bereits erfolgreich absolviert. Die Vorbereitung auf den Arbeitsstart im neuen Umfeld wird intensiviert und beginnt bereits vor der Einreise noch in der Heimat. Statt Deutschkenntnissen auf B1 Niveau ist nun das Sprach­niveau B2 feste Voraussetzung. Dieses Sprachniveau ist dann erreicht, wenn sich in der erlernten Sprache spontan und fließend verständigen und im eigenen Fachgebiet auch Fachdiskussionen folgen kann. Zwei Wochen intensives Sprachtraining und zwei Wochen Einführung in die Grundlagen der deutschen Krankenpflege stehen auf dem Programm des Einführungskurses.

Unterstützt wird das Klinikum bei der Auslandsakquise von einem externen Dienstleister. Im Projekt »Triple Win« gewinnen die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit und die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) gemeinsam qualifizierte Pflegefachkräfte aus Serbien, Bosnien und Herzegowina und den Philippinen für Einrichtungen der Kranken- und Altenpflege. Das bedeutet einen Gewinn für alle Seiten: Die Arbeitsmärkte der Herkunftsländer werden entlastet, die ausländischen Pflegekräfte haben eine neue berufliche Perspektive und wirken dem Fachkräftemangel in Deutschland entgegen.

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