Digitales Nomadenleben – eignen sich die Philippinen zum Ortsunabhängigkeiten Arbeiten?

Digitale Nomaden

Photo by AdrienBe, CC0

Das ortsunabhängige Leben und Arbeiten gewinnt zunehmend an Bekanntheit und Wichtigkeit. Immer mehr Menschen brechen aus der altbekannten Lebens- und Arbeitsnorm heraus, um auf unbestimmte Zeit zu reisen und unterwegs zu arbeiten. Als Büro befindet sich lediglich der Laptop im Gepäck, mit dem die Arbeit ganz einfach online erledigt werden kann. Destinationen wie Chiang Mai in Thailand, Ubud in Bali und Medellin in Kolumbien haben sich bereits als wahre Hotspots für diesen Lebensstil etabliert. Auch die Philippinen tauchen vermehrt auf dem Reiseradar auf, doch eignet es sich für digitale Nomaden?

Das Leben eines digitalen Nomaden

Das ortsunabhängige Arbeiten ermöglicht es Menschen, während des Reisens online zu arbeiten. Feste Arbeitszeiten und eine Ortsgebundenheit fallen weg. Bei digitalen Nomaden handelt es sich meist um Blogger oder Freelancer, die Möglichkeiten des Online-Arbeitens sind jedoch vielfältig. Sebastian Canaves ist ein bekannter deutscher digitaler Nomade, der sich unterwegs durch Bloggen und App-Verkäufe seinen Unterhalt verdient. Eine andere Methode hat Arlie Shaban entdeckt, der sein Poker-Hobby durch das Streamen auf Twitch monetarisiert hat. Ralf Schmitz dagegen hat sich einen Namen als Affiliate-Marketer gemacht, das Buch „Low-Cost-Weltenbummler“ geschrieben und sich so ein selbstständiges, ortsunabhängiges Leben aufgebaut. Was sie alle verbindet: Solange der Laptop dabei ist und eine Internetverbindung besteht, ist das Büro vollständig, egal wo auf der Welt.

Wer ein Leben als digitaler Nomade verfolgt und auf die Philippinen reist, hat sich einen wunderschönen Flecken Erde ausgesucht. Neben den warmen Temperaturen, den traumhaften Stränden und freundlichen Einwohnern, gilt es jedoch, weitere Aspekte zu bedenken.

Die Internetverbindung auf den Philippinen

Die Philippinen sind unter digitalen Nomaden noch nicht als Hotspot bekannt. Nicht zuletzt liegt das an der vergleichsweise unverlässlichen Internetverbindung. Um auf den Philippinen ortsunabhängig zu arbeiten, empfiehlt es sich, die Städte aufzusuchen, in denen meist eine stabile Internetverbindung gewährleistet ist. Auf den Inseln kann die Verbindung unter Umständen nachlassen. Schaut man sich um, lassen sich diverse Internetcafés finden. Nachteilhaft ist hier jedoch, dass diese häufig zum Spielen von Videospielen genutzt werden.

Visum

Die Visumssituation ist auf den Philippinen für digitale Nomaden sehr freundlich. Deutsche Staatsbürger können kostenlos für 30 Tage im Land bleiben. Gegen eine Gebühr lässt sich das Visum zudem um einen weiteren Monat verlängern. Reisende müssen jedoch beachten, dass vor der Einreise ein Rückflugticket vorliegen muss.

Orte

Die Philippinen haben eine Vielzahl an schönen Orten zu bieten, die digitalen Nomaden unterschiedliche Vor- und Nachteile bieten.

Manila

Manila

Photo by lineofxite, CC0 Public Domain

Die Hauptstadt Manila ist das Zentrum für Start-Ups und Freelancer auf den Philippinen. Mit einer großen Auswahl an Co-Working-Spaces, weitestgehend stabilem und schnellem Internet und sämtlichen Unterhaltungsmöglichkeiten eignet sich die Hauptstadt für digitale Nomaden besonders. Verkehr, Luftverschmutzung und die Hektik der Stadt sind jedoch Nachteile.

Davao

Davao ist für seine schönen Strände bekannt, wodurch hier ein entspannteres Leben wartet, als in der Hauptstadt. Zudem hat sich in Davao inzwischen eine Community an digitalen Nomaden gebildet, wodurch sich diese Stadt zum digitalen Arbeiten gut eignet. Das Internet ist weitestgehend ausreichend, wenn auch langsamer als in der Hauptstadt.

Cebu

Cebu ist besonders unter Expats beliebt, auch digitale Nomaden finden sich zunehmend hier ein. Das Internet ist weitestgehend verlässlich und schnell. Wohnkosten sind für anständige Wohnungen relativ teuer, zudem werden meist Langzeitmieter bevorzugt, was die Wohnungssuche etwas erschwert.

Die Philippinen sind zwar für digitale Nomaden noch nicht so ausgestattet, wie etwa Thailand, allerdings gibt es auch hier Potenzial zum ortsunabhängigen Arbeiten bei tropischen Temperaturen. Zudem wird das Internet kontinuierlich verbessert, wodurch sich die Philippinen schon bald auf der Liste der Hotspots für Digitale Nomaden befinden könnten.

Redaktion


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Auswandern auf die Philippinen – Tablas Sunshine Village