Chinesen „übernehmen“ philippinisches Staatsfernsehen

China PTV

Manila, Philippinen – Das staatliche Fernsehsender-Netzwerk PTV-4 wird ab August chinesische Fernsehserien, Dokumentationen, Cartoons und Filme, die auf Tagalog synchronisiert sind, ausstrahlen, gab die chinesische Botschaft am Mittwoch, 14. Juni 2018 bekannt.

Die genauen Daten der Ausstrahlung von chinesischen Shows sind noch in Verhandlung, sagte der chinesische Presse-Attaché Li Lingxiao der staatlichen philippinischen Nachrichtenagentur.

Während des Starts des „Chinesischen Fernsehtheaters“ sagte der chinesische Botschafter Zhao Jianhua, dass dies eine Gelegenheit für die Filipinos sein werde, „China, seine Menschen, ihre lange Geschichte, ihre reiche Kultur, ihr tägliches Leben, ihr Streben, ihre Träume und ihr Leben besser zu verstehen.“

Unter den chinesischen Shows, die auf PTV-4 ausgestrahlt werden, sind das Drama „Feather Flies to the Sky“, der 2014er Film „Beijing Love Sory“, eine Zeichentrickserie und eine Dokumentation.

„Reform und Öffnung waren wirklich ein strategischer Schritt, um jeden einzelnen Chinesen zu mobilisieren, der nach seinem persönlichen Glück, nach dem Wohl seiner Familie und nach seiner nationalen Entwicklung strebte. Dies wird als „chinesischer Traum“ bezeichnet. Sagte Zhao.

„Bitte seien Sie versichert, in dieser großen Sache, steht China immer bei den Philippinen als Freund und Partner zusammen, um den Traum der Philippinen zu verwirklichen“, fügte er hinzu.

Präsidentschafts-Kommunikationssekretär Martin Andanar bedankte sich indes beim chinesischen Gesandten für die Einführung chinesischer Medienpaletten auf den Philippinen.

PTV General Manager Dino Apolonio sagte, dass das China Theater dazu beitragen würde, die philippinischen Menschen herauszufordern und Kreativität und Fantasie zu fördern.

„Das China Theatre leistet in dieser Hinsicht einen enormen Beitrag. Es dient als Werkzeug für ein tieferes Verständnis zwischen unseren beiden Völkern“, sagte Apolonio.

Im vergangenen April stellte die chinesische Regierung den Philippinen eine Hilfe in Höhe von P140,8 Millionen zur Verfügung, um die staatlichen Medien des Landes zu verbessern.

Andanar gab auch bekannt, dass es ein Medienaustauschprogramm mit China geben würde.

China ist laut Freedom House jedoch eines der restriktivsten Länder für Medien und Zensur.

Die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) kontrolliert Nachrichtenberichte durch direkte Eigentümerschaft, Akkreditierung von Journalisten, harte Strafen für Online-Kritik und tägliche Anweisungen an Medien und Websites, die über aktuelle Nachrichten berichten.

Der Rat für Auswärtige Beziehungen wies darauf hin, dass die chinesische Regierung weiterhin sowohl die traditionellen als auch die neuen Medien kontrolliert, um „eine mögliche Subversion ihrer Autorität zu vermeiden“.

„Die chinesische Verfassung bietet ihren Bürgern offiziell Rede- und Pressefreiheit, aber die Undurchsichtigkeit der chinesischen Medienregulierungen erlaubt es den Behörden, Nachrichten zu unterbrechen, indem sie behaupten, sie enthüllten Staatsgeheimnisse und gefährdeten das Land“, sagte der CFR.

Redaktion


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