Lotus Hilfsprogramme – Hilfe zur Selbsthilfe

Lotus hilfsprogramme wasserbüffel

Manila, Philippinen – Vor Kurzem kehrte Heinrich Treutner, Gründer und Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins »Lotus Hilfsprogramme«, von einem mehrwöchigen Aufenthalt auf den Philippinen zurück. Die Stationen seiner »Rallye« waren die sozialen Hilfsprojekte, die er und seine Mitstreiter seit mehr als 14 Jahren auf der Insel Luzon betreuen.

Dazu gehört das »Wasserbüffel-Projekt, in dem philippinische Ureinwohner (Aetas) von Lotus ein Tier erhielten, mit dem sie den Boden bearbeiten konnten. Sie waren in den 90er Jahren durch den Ausbruch des Vulkans Pinatubo ihrer Heimat und Existenz beraubt worden. Lotus finanziert inzwischen eine Kuhfarm, die arme und kranke Kinder mit Milch, Käse und Joghurt versorgt.

Mehr als 30 »Patenschaften für Gehörlose Kinder« stellen sicher, dass diese vom Schicksal betroffenen Schüler eine Sonderschule besuchen können, in der sie nach mehrjährigem Unterricht eine Abschlussprüfung ablegen, die ihnen den Einstieg in einen Beruf im Hotel-, Gaststätten- oder anderem Dienstleistungsgewerbe ermöglicht. Eine von ausschließlich Gehörlosen betriebene Wäscherei macht bereits kleine Gewinne und sorgt dafür, dass der Grundsatz »Hilfe zur Selbsthilfe« verwirklicht wird.

Treutner stellt sicher, dass der Kontakt zwischen den Paten und den Patenkindern durch regelmäßige Brief- und Emailkontakte vertieft wird.

Die Betreuung krebskranker Kinder liegt dem Verein besonders am Herzen. So konnte Treutner während seines Aufenthaltes 2000 Euro für chemotherapeutische Anwendungen an das dortige Klinikum übergeben.

Seit mehr als zwölf Jahren organisiert Lotus zahnärztliche Betreuung, bei denen besonders arme Patienten kostenlos behandelt werden. So fand im Mai unter Leitung des Gießener Zahnarztes Dr. Gerd Cyrus eine Dentalmission statt.

Spenden erwünscht

»Smokey Mountain« ist eine riesige Müllkippe in Olongapo, auf denen viele Familien ihr kümmerliches Dasein fristen. Lotus hat dort in den letzten Jahren mehrere Biogasanlagen errichtet und den dort lebenden Menschen einen Zugang zur Stromnutzung geschaffen.

Durch die Eröffnung eines Sprachzentrums für Kinder mit Gaumenfehlbildungen schuf der Verein 2010 eine Einrichtung, in der die Betroffenen postoperativ durch gezielte sprachtherapeutische Übungen betreut werden, damit sie bis zu ihrem Schuleintritt die Sprechauffälligkeiten verlieren.

Die Betreuung von Kindern mit körperlichen Besonderheiten ist ein weiterer Schwerpunkt von Lotus. So läuft die siebenjährige Princess, die ohne Füßchen geboren wurde, inzwischen dank ihrer neuen Prothesen fast normal wie andere gesunde Kinder. Die zweijährige Marie Rose, die mit einem Wasserkopf (Hydrocephalus) geboren wurde, wartet ebenso wie Melanie, die weder Händchen noch Füßchen hat, auf Hilfe.

Wer helfen möchte, eines dieser Hilfsprojekte zu unterstützen, kann dies tun durch eine Spende an LOTUS, Volksbank Mittelhessen, IBAN DE06 5139 0000 0046 7723 00 oder Sparkasse Gießen, IBAN DE07 5135 0025 0200 7125 00.

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