Mehr als 2 Millionen Kinder auf den Philippinen müssen arbeiten

Kinderarbeit

Manila, Philippinen – Das Ministerium für Arbeit und Beschäftigung (Dole) hat sich am Samstag, 23. Juni 2018 verpflichtet, seine Bemühungen zur Eindämmung der Zahl der Kinderarbeiter in dem Land zu verstärken, die auf rund 2,1 Millionen geschätzt wird.

Staatssekretär Joel Maglunsod sagte während der Feier des Welttags gegen Kinderarbeit, dass das Ministerium mehrere Programme einführen werde, um sicherzustellen, dass Kinder in der Schule gehen und nicht arbeiten müssen.

Eines dieser Programme, sagte er, sei „Project Angel Tree“, das von verschiedenen privaten Sponsoren Schulsachen sammeln soll, die den Kindern gespendet würden.

Maglunsod sagte, Dole würde auch ein landesweites Profiling von Kinderarbeitern und ihren Familien durchführen, um ihre Bedürfnisse besser einschätzen zu können, so dass geeignete Interventionen gegeben werden könnten.

Zuvor hatte die Nagkaisa Labour Coalition erklärt, dass staatliche Programme und Dienstleistungen zur Unterstützung armer Familien weiter verbessert werden müssten, damit Kinder nicht gezwungen werden, zur Arbeit zu gehen, um das Einkommen ihrer Familien zu erhöhen.

Der Sprecher der Gruppe, Renato Magtubo, fügte hinzu, dass die Regierung auch die Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften gegen Kinderarbeit „effektiv durchsetzen“ sollte.

Er wies darauf hin, dass Kinderarbeit in Industrien wie Bauwesen, Fischerei, Plantagen und Bergbau, insbesondere in den Provinzen, weit verbreitet sei.

Nach Schätzungen der philippinischen Statistikbehörde wurden 2011 schätzungsweise 2,1 Millionen Kinder im Alter von 5 bis 17 Jahren zur Arbeit gezwungen.

10 Prozent der philippinischen Kinder gehen nicht in die Schule

Neben der Armut und der mangelhaften Durchsetzung der Arbeitsgesetze erklärten die assoziierten Gewerkschaften (ALU), dass die mangelnde Bildung und der schlechte oder gar fehlende Zugang zu staatlichen Dienstleistungen zu den Gründen für die Fortsetzung der Kinderarbeit in ländlichen und abgelegenen Gebieten gehören.

Maglunsod, Vorsitzender des National Child Labour Committee, räumte ein, dass mehr getan werden müsse, um „kinderarbeitsfreie Philippinen zu erreichen“ und dass arme Haushalte ein „klares Verständnis von Kinderarbeitsproblemen“ hätten.

Im Rahmen des philippinischen Entwicklungsplans 2017-2022 verfolgt die Duterte-Regierung das Ziel, die Kinderarbeit um 30 Prozent oder 630.000 Kinderarbeiter zu reduzieren.

Redaktion


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