Schweiz: Christian Kast – Hilfe! Margie ist schwanger

Christian Kast hatte 2015 seine Kinder mit einer Entführung aus den Fängen der Kesb «gerettet». Nun hat das vermeintliche Familienidyll auf den Philippinen Risse bekommen.

Christian Kast und seine Margie

Es war der 25. Juli 2015, der das Leben des Aargauers Christian Kast verändern sollte. Vereinbarungsgemäss holte er seine Kinder im Heim ab, um mit ihnen den Tag zu verbringen. Anders als geplant fuhr er mit ihnen jedoch nicht in einen Kletterpark, sondern direkt nach Zürich-Kloten. Dort wartete bereits seine Frau Margie. Sie nahm ihre Kinder in Empfang und flog mit ihnen in ihre Heimat, die Philippinen. Der Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb), die die Heimeinweisung veranlasst hatte, blieb nur das Nachsehen und anfänglich die Sorge, Kast könnte sich und den Kindern etwas angetan haben. Als zwei Tage später klar war, dass Mutter und Kinder wohlbehalten auf den Philippinen angekommen waren, wurde der frühere Steiner-Schüler als Held der Anti-Kesb-Bewegung gefeiert. Letztlich kam es sogar zu einem landesweiten Spendenaufruf für den Familienvater. Fünf Monate musste Kast warten, bis er seine Familie – jetzt auf den Philippinen – wieder in die Arme schliessen konnte.

Das Glück war allerdings nur von kurzer Dauer. In der Ehe kriselte es nämlich, seitdem Kast seine Margie 2010 zum Traualtar geführt hatte. Sie brachte eine Tochter mit in die Ehe, 2013 wurde dann die gemeinsame Tochter geboren. Regelmässig soll es im Hause Kast laut zu und her gegangen sein. Margie könne die Betreuung der Kinder «nicht verlässlich genug gewährleisten», die Zustände zu Hause seien für kleine Kinder «gefährlich und unzumutbar», stellte die Kesb fest, nachdem Gefahrenmeldungen eingegangen waren. Zudem liege eine «angespannte Paarproblematik» vor, es komme zu «häuslicher Gewalt».

Die Scheidung droht

Trotz Dauerkrise und grosser Distanz hielt Kast an seiner Familie fest. Er begann damit, im kleinen Dorf Buaya in der Provinz Leyte für sie ein richtiges Haus zu bauen. Frau und Kinder sollten nicht in einer Baracke gross werden. Just in dieser Zeit trifft Kast ein weiterer Schicksalsschlag. «Margie ist schwanger, aber nicht von mir», schreibt er dieser Tage auf Facebook, wo er seit Jahren nicht nur sein Familienleben, sondern auch seine ultrarechte politische Gesinnung auslebt. «Noch mehr Volksverräter hier? Meldet euch, ein Nazi wartet», schrieb er einmal. Für Justizministerin Sommaruga forderte er sogar «einen Scharfrichter». Solche Aussagen führen dazu, dass die Familienchronik Risse bekommt. Facebook sperrte ihn schon mehrfach für seine Äusserungen.

«Ich werde die Scheidung einreichen», schreibt Kast jetzt. Sie habe es zugegeben und er habe sie gefragt, wer denn jetzt für das Baby bezahle. «Ja ich! Vergiss es», fasst er das Gespräch zusammen. Hunderte Facebook-Freunde nehmen inzwischen wieder regen Anteil an seinem Schicksal. Gewiss ist derweil nur eines: «Kast bleibt auch in Zukunft ein Fall für die Kesb.» Weitere Gefahrenmeldungen sind gar nicht mehr nötig.

Quelle

Print Friendly, PDF & Email
Holiday Dream Home Angeles