Südchinesisches Meer – China warnt nicht nur die USA

Im Streit um das Südchinesische Meer warnt Chinas Präsident die USA

Mattis und Xi

Mattis und Xi in Peking. Bild: dpa

Manila, Philippinen – Vor dem Hintergrund der Streitigkeiten um Territorien im Südchinesischen Meer hat Chinas Präsident Xi Jinping eine deutliche Warnung in Richtung USA ausgesprochen. „Vom Territorium, das uns unsere Vorfahren hinterlassen haben, werden wir kein Stück verloren geben“, zitierte der chinesische Staatssender CCTV am Mittwoch Xi bei einem Treffen mit US-Verteidigungsminister James Mattis in Peking.

Beide Parteien hätten viel mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede, sagte der chinesische Präsident weiter, und wünschte sich mehr Zusammenarbeit zwischen den Streitkräften beider Länder. Wenn es um die eigene Souveränität und territoriale Integrität gehe, sei Chinas Haltung jedoch „fest und klar“.

Der Konflikt im Südchinesischen Meer hatte sich zuletzt wieder verschärft, weil China nach US-Angaben auf den künstlich ausgebauten Riffen der Spratly-Inseln zwischenzeitlich Raketen und Marschflugkörper stationiert hatte. Die USA und Chinas Nachbarn, die auch Ansprüche auf die Gewässer erheben, werfen Peking eine zunehmende Militarisierung der Region vor.

Als Reaktion hatten die USA China im Mai von dem alle zwei Jahre stattfindenden Rimpac-Manöver ausgeladen. Auch schicken die USA immer wieder Kriegsschiffe und Flugzeuge durch die Region, um zu unterstreichen, dass sie die Ansprüche Pekings nicht anerkennen.

Das Südchinesische Meer liegt zwischen China, Vietnam, Malaysia und den Philippinen. Peking beansprucht 80 Prozent des rohstoffreichen Gebietes, durch das wichtige Schifffahrtsstraßen führen. Der internationale Schiedsgerichtshof in Den Haag wies 2016 die Ansprüche zurück. China ignoriert das aber.

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