„Rede zur Nation“ – Krieg gegen Drogen noch lange nicht vorbei

Manila, Philippinen – Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte hält in Quezon City seine jährliche Rede zur Lage der Nation. Duterte wendet sich zum dritten Mal in seiner Amtszeit auf diesem Weg an die philippinische Bevölkerung.

Protestanten SONA 2018

Vor der Rede Dutertes kam es zu Demonstrationen gegen den Präsidenten in Manila. Es sollen SMS verschickt worden sein, in denen für die Teilnahme Geld geboten wurde. Dutertes Rede begann am Montag mit weit über einer Stunde Verspätung. Grund dafür soll ein Machtkampf im Parlament sein, wo Expräsidentin Gloria Macapagal Arroyo am Montag als neue Sprecherin des Repräsentantenhauses vereidigt wurde. Bei der Übertragung aus dem Parlament wurden die Mikrophone abgedreht.

„Putsch“ im Repräsentantenhaus der Philippinen

Duterte begrüßte in seiner Rede zu Beginn jedenfalls seinen Parteifreund Pantaleon Alvarez als Sprecher des Repräsentantenhauses. Dieser nahm am Rednerpodium gemeinsam mit dem Senatschef Tito Sotto neben dem Präsidenten Platz.

Der Krieg gegen Drogen sei noch lange nicht vorbei, sagte Duterte. Er kritisierte Menschenrechtsgruppen und die Kirchen, dass diese nicht gegen Drogendealer auftreten würden. Sie würden sich nur um Menschenrechte kümmern, er selbst hingegen um Menschenleben.

Duterte sagte weiter, dass die Korruption im Land gestoppt werden müsse. Diese trockne die Mittel der Regierung für die Infrastruktur und Sozialausgaben aus. Bezüglich der internationalen Beziehungen der Philippinen erklärte Duterte, weiterhin einen unabhängigen Weg gehen zu wollen. Die guten Beziehungen zu China würden nicht bedeuten, dass die Philippinen auf ihre Ansprüche in den umstrittenen Meeresgebieten verzichten würden.

Quelle: Redaktion / derstandard.de

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