Pater „Lois“ baut auf den Philippinen Schulen für die Kinder

Der Tragweiner Pater Alois Ortner lebt seit 31 Jahren im Insel-Staat.

Pater Ortner mit Helfern

Pater Ortner mit Helfern auf einer seiner vielen Baustellen auf den Philippinen Bild: privat

„Seit 31 Jahren bin ich auf den Philippinen nicht nur Seelsorger, sondern auch Baumeister, Arbeiter, Polier, Planer, Ingenieur und vieles mehr“, sagt Pater Alois Ortner. Der Missionar aus Tragwein (Bezirk Freistadt) hat in drei Jahrzehnten auf den philippinischen Inseln Sibuyan und Romblon Dämme gebaut, Wasserleitungen verlegt, Brunnen gegraben, Brücken, Straßen sowie zahlreiche Schulen gebaut – derzeit befindet er sich auf Heimaturlaub in Oberösterreich.

„Nicht nur der Präsident (Rodrigo Duterte.) ist ein komischer Kerl. Die Regierung baut nur in den größeren Städten Schulen. In allen anderen Orten hat der Staats nichts getan“, sagt Ortner über die Schulpolitik in dem Insel-Staat mit mehr als 100 Millionen Einwohnern.

Klassenzimmer

34 Klassenzimmer hat Pater „Lois“ bereits gebaut. Oft musste der Zement auf Bambusbooten von größeren Inseln herangeschafft werden. Aktuell errichtet er eine Kirche – „die Basilika der kleinen Theresa vom Kinde Jesu, der Unterbau ist schon fertig“, sagt Ortner. Er baute auch zahlreiche Hängebrücken, damit die Kindern aus den Bergdörfern die Schulen sicher erreichen.

Ortners größtes Projekt war der Bau eines 20 Meter hohen und 32 Meter langen Gymnasiums in Lumbang mit 14 Klassenzimmern. 480 Schüler erhalten dort eine Ausbildung im Schweißen, Kochen, Tourismus oder als Mechaniker. Die Nachfrage nach gut ausgebildeten jungen Menschen in Südostasien sei riesig. „Wir haben schon Anfragen für unsere Absolventen aus Vietnam, Kambodscha, China, Japan und Australien. Man kann an den Gesichtern der Schüler ablesen, welche Freude sie über ihre hervorragenden Berufsaussichten haben.“

Schüler

Die „Prime Time“ für Pater Lois

Alle drei Jahre kommt Pater Lois auf Heimaturlaub nach Oberösterreich, um – wie er selbst sagt – um Geld zu betteln. „Ich besuche alle Pfarren, die ich kenne, feiere dort die Heilige Messe und halte Vorträge über meine Projekte auf den Philippinen. Meine Ferien sind meine ,Prime Time‘, in der ich für die nächsten drei Jahre Geld für meine Projekte auf den Philippinen sammeln muss“, sagt Ortner.

Quelle

Print Friendly, PDF & Email
Holiday Dream Home Angeles