Ironman 70.3 Asia-Pacific Championship – Mendez mit einer starke Laufleistung

Sieger Ironman

Tyler Butterfield (li.) und Braden Currie (re.) mussten sich nach langem Kampf auf der Laufstrecke noch dem 22-jährigen Mexikaner Mauricio geschlagen geben.

Manila, Philippinen – Der Blick auf die Startliste der Ironman 70.3 Asia-Pacific Championship 2018 in Cebu, Philippinen versprach im Vorfeld ein spannendes Rennen mit vielen Hochkarätern der Mittel- und Langstrecke.

Die Kontinentalmeisterschaft wurde ihrem Ruf gerecht und bis zum Schluss sollte es ein knapper Rennverlauf ohne allzu frühzeitige Vorentscheidung werden. Das Schwimmen hielt zunächst keine großen Überraschungen parat: Nach gut 25 Minuten stieg Kevin Collington als erster Athlet aus dem Wasser, gefolgt von allen Mitfavoriten um Mauricio Mendez (MEX), Braden Currie (AUS), Brent McMahon (CAN), Tyler Butterfield (BER), Tim Reed, Craig Alexander und Tim Van Berkel (alle drei AUS), die innerhalb von 30 Sekunden nach dem Führenden in die erste Wechselzone kamen. Auch auf den 90 Radkilometern änderte sich nicht viel an dieser Konstellation, lediglich McMahon und Alexander fielen aus der Gruppen heraus und bekamen gut zwei Minuten Rückstand aufgebrummt. Die siebenköpfige Spitzengruppe rollte nach einer Gesamtzeit von 2:31 Stunden gemeinsam in die zweite Wechselzone. Es sollte also auf eine Laufentscheidung ankommen.

Beim abschließenden Halbmarathon waren es zunächst Tyler Butterfield und Braden Currie, die sich etwas absetzten und die erste Hälfte der Laufstrecke an Position eins und zwei absolvierten. Dem hohen Tempo mussten die beiden allerdings auf den letzten zehn Kilometer Tribut zollen, was dem starken Läufer und mehrfachen XTERRA-Weltmeister Mauricio Mendez in die Karten spielte- Dieser übernahm nach rund 15 Kilometer die Führung und sollte den ersten Platz schließlich auch bis ins Ziel verteidigen können. Der schnellste Halbmarathon des Tages (1:13:38 Stunden) sicherte dem jungen Mexikaner in einer Gesamtzeit von 3:46:45 Stunden seinen ersten Titel bei den Kontinentalmeisterschaften. 54 Sekunden später folgte Tyler Butterfield (1:14:42 Stunden Halbmarathon) vor Braden Currie, der nach einer Gesamtzeit von 3:48:12 mit 1:27 Minuten Rückstand ins Ziel kamen. Die Plätze vier und fünf gingen an die beiden Australier Tim Reed (3:52:51 Stunden) und Craig Alexander (3:54:09 Stunden).

Im Frauenrennen gab es den zu erwartenden Favoritensieg von Radka Vodickova, welcher ziemlich deutlich ausfiel. Mit fast zehn Minuten Vorsprung und einem schnellen Halbmarathon in 1:21:57 Stunden kam sie nach 4:12:13 Stunden vor Caroline Steffen (4:21:46 Stunden) und Melissa Hauschildt (4:22:50 Stunden) ins Ziel. Deutsche Profis waren in Cebu nicht am Start.

MILLWARD SCHLÄGT HOFFMAN IM ZIELSPRINT

Beim Ironman 70.3 Boulder hätte das Rennen kaum knapper ausfallen können: Nur zwei Sekunden trennten am Ende Sieger Callum Millward (AUS) und Langdistanz-Spezialist Ben Hoffman (USA). Für den Großteil des Rennens sah es allerdings so aus, als wenn Sam Appleton seiner Favoritenrolle gerecht werden würde, nachdem er nur eine Woche zuvor schon den Ironman 70.3 Santa Rosa gewinnen konnte. Appleton kam als Erster aus dem Wasser und ergriff auch auf dem Rad sofort die Initiative und fuhr auf den 90 Radkilometern einen Vorsprung von knapp fünf Minuten auf die erste Verfolgergruppe um Ben Hoffman, Matt Chrabot (USA) und Callum Millward heraus. Offensichtlich verzockte sich Appleton dabei aber etwas, denn beim Halbmarathon brach der Australier auf der zweiten Hälfte ziemlich ein und wurde noch von seinem Verfolgertrio überholt. Millward gewann das Rennen in einer Zeit von 3:47:04 Stunden zwei Sekunden vor Hoffman, der trotz der schnellsten Laufzeit des Tages (1:16:45 Stunden) das Nachsehen hatte. Matt Chrabot erreichte das Ziel 1:03 Minuten nach dem Sieger, Sam Appleton bekam trotz seiner Führung noch einen satten Rückstand von 4:01 Minuten aufgebrummt.

Bei den Frauen fiel die Entscheidung hingegen sehr deutlich aus: Ellie Salthouse (AUS) beeindruckte mit einer Gesamtzeit von 4:03:56 Stunden und distanzierte ihre erste Verfolgerin Jeanni Seymour damit um 8:30 Minuten. Komplettiert wurde das Podium von Lesley Smith (USA), die nach 4:17:24 Stunden (13:27 Minuten Rückstand) das Ziel erreichte.

Quelle

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