Inflation im Juli auf Fünfjahreshoch

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Manila, Philippinen – Die Preise für wichtige Konsumgüter sind im Juli im siebten Monat in Folge gestiegen und lagen damit erneut weit über dem Zielwert der Zentralbank (BSP) von 2 – 4 Prozent.

Die Inflation stieg im letzten Monat auf 5,7 Prozent, noch höher als die 5,2 Prozent im Juni und die höchste seit über fünf Jahren. Im Juli letzten Jahres lag die Inflation bei 2,4 Prozent.

Im bisherigen Jahresverlauf betrug die Inflation durchschnittlich 4,5 Prozent und lag damit weit über dem Zielband der BSP von 2 bis 4 Prozent.

Die Preise in der Hauptstadtregion kletterten im Juli um 6,5 Prozent, mehr als in den Regionen außerhalb der Hauptstadt, die um 5,5 Prozent zulegten.

Die Menschen machen die Steuerreform-Gesetz verantwortlich, die unter anderem Verbrauchsteuern auf Treibstoff, „Sünde-Produkte“ und zuckerhaltige Getränke erhoben hat.

Angebotsseitige Faktoren wie höhere globale Ölpreise – verschärft durch die anhaltende Abwertung des Peso – treiben die Rohstoffpreise ebenfalls nach oben. Die Wirtschaftsmanager des Landes haben inzwischen darauf hingewiesen, dass eine hohe Inflation typisch für eine schnell expandierende Wirtschaft sei.

Die Zentralbank, die sich am Donnerstag treffen soll, hat daraufhin ihren Leitzins in diesem Jahr bereits zweimal erhöht. Höhere Zinssätze halten die Menschen davon ab, Gelder für Ausgaben zu borgen, was zu einem Nachfragerückgang führt, der wiederum die Inflation bremst und sogar das Wirtschaftswachstum des Landes bremsen kann, um eine Überhitzung zu vermeiden.

Analysten gehen davon aus, dass die BSP ihre Leitzinsen in dieser Woche voraussichtlich um 50 Basispunkte anheben wird, anstatt die traditionelle Anpassung um 25 Basispunkte, um die Inflation einzudämmen und der lokalen Währung, die um 5,5 Prozent geschwächt ist, etwas Kraft zu verleihen.

Redaktion

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