Wiedergeborener Christ – Boxchampion Manny Pacquiao für Todesstrafe

Manny Pacquiao

Der philippinische Boxchampion und Senator Manny Pacquiao

Manila, Philippinen – Der philippinische Boxchampion und Senator Manny Pacquiao setzt sich für die Einführung der Todesstrafe ein.

Die Bibel erlaube bei abscheulichen Verbrechen die Todesstrafe, sagte der 39-Jährige, der sich als wiedergeborenen Christen bezeichnet. Zudem sei sie durch die philippinische Verfassung gedeckt. Es gehe nicht nach danach, was er denke oder wolle, es stehe in der Bibel und in der Verfassung der Philippinen. Es könne mit der Verabschiedung des Gesetzte also kein Probleme geben.

Nach katholischer Auffassung ist die Todesstrafe im Licht des Evangeliums unzulässig. Sie verstoße gegen die Unantastbarkeit und Würde der Person, heißt es in der deutschen Fassung des zuletzt unter Papst Franziskus geänderten Artikels 2.267 im Katechismus der Katholischen Kirche.

Die Wiedereinführung der 2006 unter Präsidentin Gloria Arroyo abgeschafften Todesstrafe war eines der zentralen Wahlkampfversprechen des derzeitigen Präsidenten Rodrigo Duterte. Das Repräsentantenhaus hatte bereits 2017 der Wiedereinführung der Kapitalstrafe bei Drogendelikten zugestimmt. Nun berät der Senat über das Gesetz. In der zweiten Parlamentskammer ist Senator Pacquiao der Wortführer der Befürworter.

Pacquiao, mehrfacher Weltmeister in verschiedenen Box-Klassen, bestritt 2015 den bis dato teuersten Box-Kampf der Geschichte. Er stieg gegen US-Amerikaner Floyd Mayweather in Las Vegas in den Ring, was einen Gesamterlös von 455 Millionen Dollar (386 Millionen Euro) erbrachte. Der Kampf ging nach Punkten an seinen Gegner.

Der als Katholik geborene Pacquiao machte lange Zeit nicht nur als Boxer, sondern auch mit Sex- und Drogeneskapaden internationale Schlagzeilen. Nach einer, wie er erklärte, direkten Gotteserfahrung wurde der heute 39-Jährige mit Unterstützung einer evangelikalen US-Kirche ein sogenannter wiedergeborener Christ.

Quelle

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