Südchinesisches Meer – China weist Dutertes Kritik zurück

Duterte ratlos

Manila, Philippinen – Trotz der Kritik des philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte hat China sein Recht geltend gemacht, bestimmte Flugzeuge, die über das Südchinesische Meer fliegen, zu warnen, berichtete Reuters am Donnerstag, 16. August 2018.

Das chinesische Außenministerium erklärte in einer an Reuters gerichteten Erklärung , dass die umstrittenen Spratly-Inseln chinesisches Territorium bleiben. China sagte, es respektiere die Freiheit anderer Länder in Bezug auf Navigation und Überflug im Südchinesischen Meer, so Reuters.

„Aber China hat das Recht, die notwendigen Schritte zu unternehmen, um auf ausländische Flugzeuge und Schiffe zu reagieren, die bewusst in die Luft und in die Gewässer in der Nähe von Chinas relevanten Inseln eindringen und provozierende Aktionen durchführen, die die Sicherheit des dort stationierten chinesischen Personals gefährden“ sagte das chinesische Außenministerium.

„China drängt die relevanten Parteien, China auf halbem Wege zu treffen und gemeinsam die gegenwärtige gute Situation zu schützen, die im Südchinesischen Meer nicht leicht ist“, fügte Reuters hinzu, China habe Dutertes Kritik „zurückgewiesen“.

In einer seltenen Kritik an China sagte Duterte am Dienstag, den 14. August, China solle seine häufigen Warnungen an Flugzeuge und Schiffe, die das Südchinesische Meer durchqueren, „mildern“. Die Philippinen beanspruchen einen Teil dieser Gewässer als das West-Philippinische Meer.

Ungewöhlich offene Kritik Dutertes an China

„Du kannst keine Insel erschaffen und du sagst, dass die Luft über der künstlichen Insel deine eigene ist. Das ist falsch. Das Recht auf freie Passage ist garantiert“, sagte Duterte.

Andere Länder haben sich besorgt über Chinas Verhalten im Südchinesischen Meer geäußert.

Das Vereinigte Königreich und Australien sprachen sich zwar nicht für den Konflikt aus, doch sprachen sie sich gegen die Hindernisse für die Freiheit der Schifffahrt und den Überflug aus. Wir drängen auf Maßnahmen, die die Spannungen verschärfen könnten, einschließlich der Militarisierung. Die beiden Länder betonten auch, dass das Haager Urteil von 2016 über das Südchinesische Meer sowohl für die Philippinen als auch für China „bindend“ sei.

Redaktion

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