Überreste japanischer Soldaten auf Philippinen schwer identifizierbar

japanische Kriegsverbrechen auf den Philippinen

Manila, Philippinen – Der Zweite Weltkrieg brachte japanische Soldaten auch auf die Philippinen. Seit Jahren liegen dort ihre Überreste, vermischt mit denen philippinischer Soldaten. Bereits seit 2009 werden per DNA-Analyse die Gebeine auf ihre ethnische Herkunft analysiert.

Laut NHK können zwei DNA-Experten, die zur Identifizierung der gesammelten menschlichen Überreste auf den Philippinen verweilen, die ethnische Zugehörigkeit der Überreste nicht sicher bestimmen. Obwohl sich die Experten uneins sind, welche Überreste wirklich zu japanischen Soldaten gehören, die während dem Zweiten Weltkrieg auf den Philippinen verstorben sind, hat das japanische Sozialministerium erste Ergebnisse bereits veröffentlicht. Allerdings stützte das Ministerium seine Ergebnisse nur auf die Aussage eines DNA-Experten, die Ergebnisse der anderen beiden wurden nicht veröffentlicht. Das Sozialministerium hatte ein nationales Projekt zur Sammlung der Überreste japanischer Soldaten durchgeführt.

Immerhin starben etwa 520.000 japanische Soldaten während dem Krieg auf den Philippinen. Doch noch immer warten die Überreste von rund 370.000 Soldaten auf die Überführung in die Heimat. Das Ministerium hatte das Sammelprojekt einer japanischen Non-Profit-Organisation (NPO) anvertraut. Diese startete ihre Arbeit bereits im April 2009. Doch im darauffolgenden Jahr wurde das Projekt ausgesetzt, da nicht sicher war, ob die gesammelten Überreste mit Überresten von Filipinos vermischt wurden. Um sicher zu sein, hat das Ministerium drei Experten beauftragt, die Überreste von 311 Personen zu analysieren.

Die Experten teilten die Überreste in drei Gruppen auf, um sich die Arbeit etwas zu erleichtern. Im Oktober 2011 berichtete einer der Experten dem Ministerium, dass fast die Hälfte der Überreste von Filipinos sein könnten. Diese Ergebnisse hat das Sozialministerium anschließend veröffentlicht, ohne auf die Expertenmeinung der anderen beiden zu warten. Diese berichteten NHK, dass scheinbar keine der Überreste von japanischen Staatsbürgern sind. Von den 71 analysierten Überresten des Experten scheinen die meisten philippinischer Abstammung zu sein.

Der andere Experte analysierte sogar 110 Überreste und teilte mit, dass keine von diesen Überresten als japanisch identifiziert werden konnten. Im Mai 2018 begann das Sozialministerium das Sammelprojekt auf den Philippinen wieder. Zuvor stand das Projekt acht Jahre lang still. Hinsichtlich der Überreste, die durch die NPO gesammelt wurden, sagte das Ministerium, dass sie nicht mit denen der Filipinos vermischt sind. Dafür zitierte das Ministerium die von den philippinischen Behörden ausgestellten Zertifikate.

Einer der Experten, ein Professor der Universität Yamabashi, sagte, dass die Leute denken könnten, dass das Ministerium die Informationen absichtlich manipuliert hat. Außerdem sagte der Professor, dass die Analyse-Ergebnisse darauf hindeuten, dass möglicherweise viele Philippinen in Japan als japanische Soldaten begraben wurden. Das Ministerium verteidigte sich und sagte, dass die beiden Experten noch nicht zu einer Schlussfolgerung kamen, als sie die Ergebnisse der dritten Analyse veröffentlichten.

Quelle

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