Ein philippinisches Musical für Kinderrechte – Jugendtheatergruppe will aufrütteln

Once We Had a Dream

Manila, Philippinen – Ein gut bezahlter Job im Ausland scheint für Celinas Familie der Weg aus der Armut zu sein. Doch Celinas Hoffnungen erfüllen sich nicht, sie gerät in die Hände einer internationalen Sexmafia und wird zur Prostitution in einem Kinderbordell gezwungen. Schonungslos nehmen die philippinischen Schauspieler und Schauspielerinnen der Preda-Jugendtheatergruppe das Publikum auf die Reise mit.

Ihr Stück „Once We Had a Dream“ ist am 21. September in der Turnhalle im Hans-Reif-Sportzentrum in Oberasbach zu sehen. Durch die authentische Schilderung auf der Bühne und die engagierte schauspielerische Leistung der Jugendlichen soll für das Publikum die Dimension von Kindesmissbrauch und Sextourismus intensiv nachvollziehbar werden.

Dabei verharrt das Musical-Drama nicht in der Darstellung von Armut, Gewalt und Missbrauch, sondern zeugt vom Lebenswillen und Mut, den kindlichen Sehnsüchten und den Stärken der Opfer und deutet Lösungsansätze an. Die Akteure haben viele eigene leidvolle Erfahrungen in ihr selbst geschriebenes Stück eingearbeitet.

Musik, Gesang und eine ausgefeilte Choreografie erfüllen die Schilderungen mit Energie. Die Darsteller ziehen ihr Publikum über 80 Minuten lang mit ihrer Darbietung in den Bann. Im Anschluss an das Theaterstück wird eine Gesprächsrunde angeboten, bei der das Publikum Fragen an die Akteure stellen kann. So sollen die Besucher authentische Informationen aus erster Hand erhalten. Preda setzt sich seit fast 40 Jahren für Kinderrechte auf den Philippinen ein und bietet Kindern und Jugendlichen, die missbraucht oder in Prostitution gezwungen wurden, ein neues Heim. Mit der Jugendtheatergruppe möchte Preda für Kinderrechte sensibilisieren.

Quelle

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Meister Solar