Philippinische Lebensmittelbehörde: Arme Menschen sollen verseuchten Reis essen

Reis-Kornkaefer

Manila, Philippinen – Der Vorsitzende des Ausschusses für Landwirtschaft und Ernährung im Repräsentantenhaus, Jose Panganiban, Jr. nannte es am Montag, 27. August 2018 „unverantwortlich“, dass die Nationale Lebensmittelbehörde (NFA) behauptete, der von Reisrüsselkäfer (Bukbok) befallene importierte Reis sei nach der Begasung noch konsumierbar.

Am Sonntag sagte NFA-Sprecher Rex Estoperez, dass die über 100.000 Säcke mit importiertem Reis aus Thailand, die mit Reis-Rüsselkäfern, die sie in der Subic Bay Freeport-Zone entdeckt hatten, infiziert waren, immer noch für den menschlichen Verzehr sicher ist.

Die Nationale Lebensmittelbehörde will den Reis 12 Tage begasen lassen und dann für den Verzehr freigeben.

Panganiban fordert nun eine Untersuchung, auf welcher wissenschaftlichen Grundlage die Behauptung der Lebensmittelbehörde basiert. Kommerzielle Reishändler, deren Reis mit dem Parasiten verseucht ist, verbrennen den Reis. Reisbauern, die diesen Schädling auf ihren Feldern haben, vernichten ihre Ernte.

Der importierte Reis, der über Subic Bay Freeport ins Land kam, soll die Lager der Nationalen Lebensmittelbehörde auffüllen und als subventionierter Reis an die arme Bevölkerung auf den Philippinen für PHP 27 – 33 verkauft werden.

Redaktion

 

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