Duterte in Yad Vashem

Der philippinische Staatspräsident Rodrigo Duterte schlägt große Worte an.

Duterte in Yad Vashem

Duterte in Yad Vashem

Manila, Philippinen – In der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem bei Jerusalem verpflichtete sich der zu Besuch weilende philippinische Staatspräsident Rodrigo Duterte, «wahnsinnige Herrscher wie Hitler» bekämpfen zu wollen.

Dieser Bemerkung geht eine gewisse Wichtigkeit nicht ab, hatte Duterte sich in einer umstrittenen Wortmeldung im Zusammenhang mit der Bekämpfung des Drogenhandels einst doch selber mit dem Nazi-Herrscher verglichen.

Was damals in Europa geschehen war, könne nur als Wahnsinn bezeichnet werden, fügte Duterte hinzu. «Ich konnte mir kein Land vorstellen, dass einem wahnsinnigen Führer gehorchen würde», sagte der Präsident in seiner Rede. «Und noch weniger konnte ich mir das Schauspiel eines Wesens vorstellen, das Alte, Frauen, Männer und Kinder ermorden würde.»

2016 war der Staatspräsident international, auch in Israel, in Misskredit geraten, als er sagte,  er wäre glücklich, Millionen von Drogenbenutzern in seinem Land abzuschlachten. In diesem Zusammenhang hatte er sich mit Hitler verglichen, der auch Millionen ermordet habe.

Später entschuldigte Duterte sich für die Erwähnung von Juden, doch nicht für seine Unterstützung des massenweisen Umbringens von den im Drogenhandel tätigen Menschen. Im Holocaust-Gedenkbuch trug Duterte unter Anderem ein: «Nie wieder. Möge die Welt ihre Lektion aus dieser erschreckenden Periode der menschlichen Geschichte gelernt haben. Mögen die Herzen der Menschen in aller Welt auf immer geöffnet bleiben, und möge der Verstand aller Männer und Frauen lernen, zusammenzuarbeiten, um zu lernen, allen Verfolgten einen Zufluchtshaften zu bieten.» Laut offiziellen Stellungsnahmen in Manila sind auf den Philippinen 5000 Menschen im Kampf gegen die Drogen umgekommen, während 50’000 bei der Bekämpfung des Drogenhandelns verhaftet worden sind.

Quelle

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Auswandern auf die Philippinen – Tablas Sunshine Village