Geislingerin hilft mit ihrem Verein Schwerkranken Kindern auf den Philippinen

Denise Bassler - Hilfe für krebskranke Kinder

Denise Bassler besucht eines der kranken Kinder – im Foto außerdem ein Pfleger –, die sie mit ihrem Verein „Help for the kids in the Philippines“ finanziell unterstützt. Zurzeit erhalten 15 Kinder durch die Spenden eine medizinische Behandlung. © Foto: Denise Bassler

Manila, Philippinen – Viele Philippinen Magazin-Leser hielt im vergangenen Jahr  der Fall der kleinen Gryka  in Atem. Das sechsjährige Mädchen aus  den Philippinen war an Krebs erkrankt und konnte nicht behandelt werden, da ihre Eltern nicht genügend Geld hatten.

Denise Bassler aus Weiler sammelte Spenden für eine Behandlung. Nachdem sogar ein Benefizkonzert stattfand, kamen  40.000 Euro zusammen. Doch leider verstarb Gryka im Oktober 2017.

Ihr Leiden hat ein Ende – Krebskranke Gryka ist gestorben

„Ich war sehr enttäuscht“, beschreibt  die 28-Jährige Wahl-Filipina Denise Bassler ihre Gefühlslage nach dem Ereignis. „Aber ich beschloss, dass der Tod nicht umsonst gewesen sein darf.“ Zusammen mit ihrer besten Freundin Theresa Wieser gründete sie den Verein „Help for the kids in the Philippines“ (Hilfe für die Kinder auf den Philippinen). Ziel des Vereins ist es, weiterhin kranke Kinder finanziell zu unterstützen. Mit Erfolg: Drei Kinder wurden dank der Spenden schon geheilt.

Bassler und Wieser unterstützen mit ihrem Verein zurzeit 15 Kinder. „Bei Leukämiepatienten brauchen wir für ein Kind  300 bis 400 Euro pro Monat, um eine Behandlung zu gewährleisten“, erklärt Bassler. Im Gegensatz zu manchen großen Spendenorganisationen sehen die beiden Frauen genau, wo das Geld ankommt, sagt die 28-Jährige: „Ich hebe das Geld ab und bring es direkt ins Krankenhaus. So oft wie möglich schaue ich bei den Kindern, die wir betreuen, vorbei.“

Ihr Verein arbeitet mit der Hilfsorganisation „Everlasting Hope“ (Ewige Hoffnung) in Cebu auf den Philippinen zusammen. Diese stellt unter anderem Übernachtungsmöglichkeiten für Kinder und ihre Eltern zur Verfügung, die für die Behandlung im Krankenhaus in der Stadt weite Strecken zurücklegen.

Bassler sagt: „Wenn kranke Kinder keine ausreichende Behandlung bekommen, liegt es nicht am Entwicklungsstand der Philippinen.“ Die medizinischen Behandlungsmöglichkeiten seien vergleichbar mit deutschem Standard. Das Problem liege allerdings darin, dass die Betroffenen das nötige Geld nicht hätten und die Krankenversicherung oft nur geringe Grundleistungen abdecke. „Als ich begonnen habe, mich mit dem Fall der Gryka zu beschäftigen, habe ich erst gemerkt, wie gut es uns hier in Deutschland geht“, sagt Basslers Kollegin Theresa Wieser nachdenklich.

Bereits mehr als 200 Anfragen

Die Nachfrage ist hoch: Bei der Organisation gingen bereits mehr als 200 Anfragen von Eltern hilfsbedürftiger Kinder ein. Eine Auswahl zu treffen, ist nicht leicht, sagt Bassler. „Oft werden uns Fälle von Partnerorganisationen wie Everlasting Hope empfohlen.“

Die meisten der Patienten, die sich melden, haben Krebs, manche Kinder leiden aber auch an einer Lungenentzündung. „Wir bevorzugen Kinder, die sonst gar keine Hilfe bekommen – also absolute Härtefälle. Dann schauen wir, wo noch Chance auf Heilung besteht.“ Natürlich sei es nicht leicht, Anträge abzulehnen, weil das Geld nicht reiche. „Besonders deprimierend ist es, wenn das Kind am Ende stirbt.“

Der Appell der 28-Jährigen: „Jeder Euro kann helfen und Leben retten, jeder Euro bringt uns weiter.“ Am besten seien Daueraufträge, um besser planen zu können, für wie viele Kinder die Betreuung bezahlt werden könne. Auch lokale Firmen könnten Sponsoren werden oder ein Patenkind übernehmen.

Info: Ein Kontakt zur Organisation von Denise Bassler und Theresa Wieser ist per E-Mail möglich:
helpforkidsintheph@gmail.com

Quelle

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