Duterte: „Donald Trump ist Schuld an der hohen Inflation auf den Philippinen“

Präsident Duterte

Manila, Philippinen – Trotz anders lautender Berichte der philippinischen Zentralbank, behauptet der philippinische Präsident Rodrigo Duterte, an der Inflation, die im August ein 9-Jahres-Hoch erreichte, sei der amerikanische Präsident Donald Trump verantwortlich.

Inflation im August erreicht 9-Jahres-Hoch – Auch Experten überrascht

Duterte sagte, während seiner Rede vor der philippinischen Gemeinschaft in Jordanien, „die Inflation ist so hoch, weil Trump das ist“.

Die USA und China haben eine Reihe von Zöllen für die Exporte der jeweils anderen eingeführt, da die Trump-Regierung versucht, eine Reihe von Problemen anzugehen, die von dem großen Handelsungleichgewicht mit China bis hin zu erzwungenen Technologietransfers reichen.

Aber die philippinische Zentralbank hat die Preise für Reis, Energie und Transport für die im August 2018 unerwartet hohe Inflation verantwortlich gemacht.

Auch international kann die Behauptung Dutertes einer Überprüfung nicht standhalten. Länder, die viel stärker vom Handel mit den USA abhängig sind und ein viel höheres Bruttoinlandsprodukt als die Philippinen haben, weisen eine geringere Inflation auf.

Deutschland, vom Export besonders abhängig, hat im Jahr 2018 eine durchschnittliche Inflation von 1,9 Prozent, im August 2,0 Prozent. Aber auch in Asien haben die Philippinen die höchste Inflation. China, das besonders vom Handelskrieg mit den USA betroffen ist hat eine Inflation von 2,01 Prozent. Thailand, 1,27 Prozent.

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Lokale und internationale Wirtschaftsexperten sind sich einig, dass die galoppierende Inflation auf den Philippinen, die im Jahresdurchschnitt bisher 4,8 Prozent beträgt, durch mehrere politisch geprägte Ursachen verursacht wird. Im Februar 2018 trat das Reformgesetz „Train“ in Kraft, das besonders die 20 Millionen Armen des Landes belastet. Die Duterte-Administration hat bisher Milliarden-Kredite aufgenommen (und eine Ende ist noch nicht abzusehen), um ihr Infrastrukturprogramm „build, build, build“ zu finanzieren.

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Redaktion

 

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