Babyhandel – Behörden verhaften Käufer und Verkäufer

NAIA terminal

Hier auf dem Internationalen Flughafen Ninoy Aquino (NAIA) sollte ein Baby den Besitzer für umgerechnet 480 Euro wechseln.

Manila, Philippinen – Die nationale Ermittlungsbehörde (NBI) verhaftete am 10. September 2018 auf dem Internationalen Flughafen Ninoy Aquino (NAIA) eine Verkäuferin und ihr Kundin, eine Krankenschwester, wegen Babyhandels.

Die Babyverkäuferin, bekannt als April Rose Ramirez, verkaufte Berichten zufolge, das Kind einer verheirateten Frau an die Krankenschwester, Catherine Lagustan, die damit ihrem Freund beweisen wollte, dass er sie geschwängert hatte.

Die Krankenschwester suchte in den sozialen Medien nach einem Baby. Sie fand die Facebook-Seite Babies home.ph und schloss den Deal mit Ramirez ab.

Kaufpreis für das Baby PHP 30.000 (480 Euro), Provision für die Verkäuferin PHP 3500 (56 Euro). Die Verkäuferin kam mit dem Kind aus Cagayan De Oro und sollte der Kundin auf dem Internationalen Flughafen Ninoy Aquino in Manila übergeben werden.

Der Deal platzte, nachdem die Kundin sah, dass das Baby eine Gaumenspalte hat, obwohl sie immer noch bereit war, den vereinbarten Betrag zu zahlen, weigerte sie sich, das Kind zu nehmen.

Während das Kind unaufhörlich weinte, meldete sich eine gewisse Rose Antiquina freiwillig, um das Baby zu beruhigen.

Lagustan und Ramirez übergaben das Baby an Antiquina, während sie ein Rückflugticket nach Cagayan de Oro kauften. Lagustan gab auch Ramirez PHP 26.000. Lagustan ging später zu dem Ort zurück, wo sie Antiquina und das Kind verließen. Als Ramirez jedoch nicht zurückkehrte, gingen Antiquina und Lagustan zur Flughafenpolizei (APD).

Es stellte sich heraus, dass Ramirez auch nach ihnen suchte und sie alle trafen sich bei der Flughafenpolizei.

Die Flughafenpolizei wurde misstrauisch, dass es sich bei diesem Vorfall um Kinderhandel handelt, und beschloss, die Angelegenheit dem NBI zu übertragen.

Das Baby wurde dem Sozialamt übergeben.

Verkäuferin und Käuferin wurden zwischenzeitlich von der Staatsanwaltschaft von Pasay City angeklagt, sie können mit einer Strafe zwischen 12 und 40 Jahren rechnen, aber auch die Mutter des Kindes soll angeklagt werden.

Redaktion

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