Einige Fakten über Manila

Manila

Photo by Anton Zelenov (Author), CC BY-SA 3.0 (Licence)

Die Hauptstadt der Philippinen ist eines der engsten Ballungsgebiete der Welt, auf relativ kleiner Fläche leben viele Millionen Menschen. Ein genauer Blick auf die asiatische Mega-City offenbart interessante Besonderheiten.

Im Grunde genommen ist Manila nicht einfach nur eine Stadt, sondern sie besteht aus mehreren Städten, die gemeinsam die Metropolregion Metro Manila bilden. Manila Stadt allein umfasst nur etwa 38 Quadratkilometer, darum herum scharen sich 12 weitere Städte und 4 sogenannte Stadtgemeinden, wobei eine Kommune direkt in die nächste übergeht. Insgesamt leben in diesem Konglomerat auf 636 Quadratkilometern ungefähr 13 Millionen Menschen. Auf der Liste der bevölkerungsreichsten Metropolen nimmt Manila damit immerhin den 16. Platz ein. Ein gewaltiges urbanes Gebilde also, das aus vielfältigen Bevölkerungsschichten gebildet wird. Von der Luxusvilla bis zur einfachsten Hütte findet hier alles seinen Platz. Europäische Besucher erleben sicher den einen oder anderen Kulturschock.

Makati – das Finanz-Epi-Zentrum

Manila stellt das ungeschlagene Finanz- und Wirtschaftszentrum der Philippinen dar. Keine andere philippinische Stadt reicht in diesem Bereich auch nur annähernd an die Metropole heran. Die hier ansässigen Unternehmen erwirtschaften ein Drittel des gesamten nationalen Bruttosozialproduktes, obwohl »nur« 13 % der Landeseinwohner sich in Manila niedergelassen haben. Makati gesellte sich erst in den 60er Jahren zu Metro Manila, und doch verfügt diese Stadt über die meisten Banken und viele weitere Finanzunternehmen. Daneben haben sich zwei große philippinische Wertpapierbörsen in Makati angesiedelt, ebenso wie verschiedene ausländische Botschaften.

Las Vegas in Süd-Ost-Asien

Die philippinische Hauptstadt verströmt zuweilen auch ein gewisses Las-Vegas-Flair: Gleich mehrere große Casinos im Glamour-Style ziehen spielfreudige Gäste in den Bann. Besonders bekannt: das Casino Filipino und das Casino Filipino Ronquillo. Klassische Slots, traditionelles Roulette und Blackjack sind an diesen Orten ein echtes Muss! Im Blackjack ist allerdings Vorsicht geboten, denn die sogenannten Seitenwetten nehmen im Asien großen Raum ein und erhöhen dabei durchaus das Risiko beachtlich. Besonders die Kombinationen von Paaren und Farben erfreuen sich großer Beliebtheit. Pai Gow Poker und Baccarat sind ebenfalls reichlich populär: Es lohnt sich, vor dem Spielbankbesuch einen genauen Blick auf die Regeln zu werfen, um das Spiel nicht unnötig zu blockieren – oder sich womöglich zu blamieren. Auch abgesehen von den Spielcasinos haben die großen Casino Resorts hier aber noch einiges mehr zu bieten.

Kolonialgeschichte trifft auf frühe Siedlungen

Manila blickt auf eine lange Kolonialgeschichte zurück, die bis ins 16. Jahrhundert reicht. Die Spanier landeten in jenen fernen Jahren an der Insel Luzon und entdeckten dort zwei Siedlungen von Einheimischen. Die eine nannte sich »Maynilad«, was phonetisch schon sehr ähnlich wie »Manila« klingt. Bereits 1571 avancierte die spanische Festungsstadt »Intramuros« zur Hauptstadt des Inselreichs, sie lag direkt neben Maynilad und ist heute ein Stadtteil von Manila. Der schachbrettartige Stadtgrundriss mit zentraler Plaza glich spanischen Vorbildern, doch heute liegt Intramuros leider teilweise in Trümmern und wurde nur stellenweise wieder aufgebaut.

Bildung wird großgeschrieben

In Manila befindet sich die älteste Universität Asiens, die Universität Santo Tomás, kurz: Sto. Tomás. Ihre Gründung erfolgte im Jahr 1611, ein Vierteljahrhundert bevor die berühmte Harvard University ihre Pforten öffnete. Nur eine Bildungsinstitution der Philippinen ist noch ein wenig älter, nämlich die Akademie San Carlos in Cebu City, die sich allerdings erst ab 1948 offiziell »Universität« nennen durfte. Sie nahm im Jahr 1595 die ersten Studenten auf: Ein klarer Beweis dafür, dass die Bildung auf den Philippinen auch in geschichtlichen Zeiten einen wichtigen Platz einnahm, wenn sie auch leider nicht immer für alle zugänglich war. Die Sto. Tomás wurde in der Festung von Intramuros errichtet, sie nimmt seit dem Jahr 1927 auch weibliche Studenten auf. Einige der Absolventen avancierten im späteren Leben zu philippinischen Präsidenten.

Universität Santo Tomás

Universität Santo Tomás. Photo by Patrick Roque (Author), CC BY-SA 3.0 (Licence)

Identifikation mit eigener Sprache

In Manila sprechen die meisten Menschen Tagalog, das deutliche Ähnlichkeiten mit indischen Sprachen aufweist. Schon in kolonialen Zeiten war Tagalog in der heutigen Region Manila stark verbreitet, und es bleibt weiterhin lebendig, obwohl die offizielle Nationalsprache heute Filipino heißt. Filipino wurde aus dem Tagalog entwickelt und soll zur besseren Verständigung zwischen den einzelnen philippinischen Ethnien dienen. Die kleine Oberschicht in der Metropolregion Manila baut sehr gern amerikanische Wörter in ihre Sätze ein, der Englischtrend schreitet also auch in dieser Region der Welt voran. Die Mischung aus Tagalog und Englisch besitzt sogar einen eigenen Namen: Taglish. Touristen mit guten Englischkenntnissen kommen in Manila relativ gut zurecht, schließlich handelt es sich um eine offizielle Amtssprache. Etwa 66 % aller Philippinos sind der englischen Sprache mächtig.

Manila blickt auf eine jahrhundertelange Geschichte zurück, die erst seit dem 16. Jahrhundert gründlich dokumentiert wurde. Entsprechend spannend gestaltet sich die heutige philippinische Hauptstadt, die sich teilweise modern, teilweise historisch zeigt. Wer als Europäer hierherkommt, erhält reichlich Gelegenheit, in eine fremde Welt abzutauchen und immer wieder Neues zu erleben.

Redaktion

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Auswandern auf die Philippinen – Tablas Sunshine Village