Kirche – „Nie wieder Diktatur“: Zehntausende demonstrieren gegen Duterte

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Manila, Philippinen – In Manila sind Zehntausende Menschen gegen Präsident Rodrigo Duterte auf die Straße gegangen. Aufgerufen zu dem Protestmarsch am Freitag, dem 46. Jahrestag der Erklärung des Kriegsrechts durch Diktator Ferdinand Marcos, hatten die katholische Kirche, die protestantischen Kirchen, Gewerkschaften, Frauengruppen sowie Umwelt- und Studentenorganisationen.

„Die Erfahrung unserer Nation unter der unbarmherzigen Diktatur unter Marcos ist einer der dunkelsten Tage in der Geschichte der Philippinen“, heißt es in einer Erklärung des Dachverbands der katholischen Orden und anderer katholischer Gruppen. Nachdem Duterte „sein Bündnis mit dem Marcos-Clan … bestätigt hat, wollen wir Gläubigen unsere kollektive Entschlossenheit zu wirklicher Freiheit und Demokratie stärken“.

Geowen Porcincula, Regens des Priesterseminars in Manila, sagte der deutschen Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA): „Wir müssen gegen eine Diktatur Dutertes Widerstand leisten.“ Porcincula nahm mit seinen Seminaristen an der Demonstration teil. Bischof Emergencio Padillo von der protestantischen „United Church of Christ in the Philippines“ (UCCP) sieht im von Duterte über die Insel Mindanao verhängten Kriegsrecht nur einen Probelauf für die gesamten Philippinen. „Ziel des Kriegsrechts ist es, Regierungsgegner zu unterdrücken“, sagte Padillo bei der Abschlusskundgebung im Rizal Park in Manila der KNA.

Neben einem Nein zu Diktatur war der Protest gegen Dutertes Drogenkrieg ein zentrales Thema der Demonstration der „Vereinten Volksaktion“. Mehr als 25.000 Menschen wurden seit Dutertes Amtsantritt vor mehr als zwei Jahren von Polizei und anonymen Todessschwadronen als angebliche Drogenkriminelle erschossen. „Das erinnert an die vielen tausend Morde unter Marcos“, sagte Katherin Culaba von dem Gewerkschaftsbund „Sentro“.

Nach Ansicht von Beobachtern ist die Etablierung einer neuen Diktatur auf den Philippinen bereits im Gange. Duterte besetze zunehmend Ministerposten mit pensionierten Generälen, sagte die australische Ordensfrau Patricia Fox der KNA. Die Missionarin, die sich seit fast 30 Jahren für die Rechte der Armen und Ureinwohner auf den Philippinen einsetzt, soll auf Weisung Dutertes des Landes verwiesen werden.

Quelle


Zehntausende demonstrieren gegen Duterte – „Nie wieder Diktatur“

Aufgerufen hatten die Kirchen und Organisationen in Malina, 46 Jahre nach der Erklärung des Kriegsrechts durch Diktator Ferdinand Marcos, ein klares Zeichen gegen Diktatur zu setzen. Dem sind am Freitag Zehntausende gefolgt.

In Manila sind Zehntausende Menschen gegen Präsident Rodrigo Duterte auf die Straße gegangen. Aufgerufen zu dem Protestmarsch am Freitag, dem 46. Jahrestag der Erklärung des Kriegsrechts durch Diktator Ferdinand Marcos, hatten die katholische Kirche, die protestantischen Kirchen, Gewerkschaften, Frauengruppen sowie Umwelt- und Studentenorganisationen.

„Die Erfahrung unserer Nation unter der unbarmherzigen Diktatur unter Marcos ist einer der dunkelsten Tage in der Geschichte der Philippinen“, heißt es in einer Erklärung des Dachverbands der katholischen Orden und anderer katholischer Gruppen. Nachdem Duterte „sein Bündnis mit dem Marcos-Clan … bestätigt hat, wollen wir Gläubigen unsere kollektive Entschlossenheit zu wirklicher Freiheit und Demokratie stärken“.

„Wir müssen gegen eine Diktatur Dutertes Widerstand leisten“

Geowen Porcincula, Regens des Priesterseminars in Manila, sagte der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA): „Wir müssen gegen eine Diktatur Dutertes Widerstand leisten“. Porcincula nahm mit seinen Seminaristen an der Demonstration teil. Bischof Emergencio Padillo von der protestantischen „United Church of Christ in the Philippines“ (UCCP) sieht im von Duterte über die Insel Mindanao verhängten Kriegsrecht nur einen Probelauf für die gesamten Philippinen. „Ziel des Kriegsrechts ist es, Regierungsgegner zu unterdrücken“, sagte Padillo bei der Abschlusskundgebung im Rizal Park in Manila der KNA.

Neben einem Nein zu Diktatur war der Protest gegen Dutertes Drogenkrieg ein zentrales Thema der Demonstration der „Vereinten Volksaktion“. Mehr als 25.000 Menschen wurden seit Dutertes Amtsantritt vor mehr als zwei Jahren von Polizei und anonymen Todessschwadronen als angebliche Drogenkriminelle erschossen. „Das erinnert an die vielen tausend Morde unter Marcos“, sagte Katherin Culaba von dem Gewerkschaftsbund „Sentro“.

Nach Ansicht von Beobachtern ist die Etablierung einer neuen Diktatur auf den Philippinen bereits im Gange. Duterte besetze zunehmend Ministerposten mit pensionierten Generälen, sagte die australische Ordensfrau Patricia Fox der KNA. Die Missionarin, die sich seit fast 30 Jahren für die Rechte der Armen und Ureinwohner auf den Philippinen einsetzt, soll auf Weisung Dutertes des Landes verwiesen werden.

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