Umfrage: Mehrheit der Filipinos für Wiedereinführung der Todesstrafe

Todesstrafe

Symbolbild

Manila, Philippinen – Fast sechs von zehn Filipinos sind sich einig, dass die Todesstrafe für abscheuliche Verbrechen wieder eingeführt werden sollte. Dies geht aus einer Studie hervor, die das Meinungsforschungsinstitut Social Weather Stations und die staatliche Menschenrechtskommission am Mittwoch, 10. Oktober 2018, dem Welttag gegen die Todesstrafe, veröffentlichten.

Nur 23 Prozent gaben an, dass die Todesstrafe nicht wieder eingeführt werden sollte, 8 Prozent waren unschlüssig.

Nur 3 von 10 befürworten die Todesstrafe, wenn andere Strafmethoden verfügbar sind

Die Studie betonte jedoch, dass nur 33 Prozent der Filipinos die Todesstrafe wollen, wenn es andere Strafoptionen gibt.

Für die Verbrechen des Imports von illegalen Drogen, der Betrieb von Drogenhöhlen, der Herstellung von ungesetzlichen Rauschgiften, Mord unter dem Einfluss von Rauschgiften, dem Verkauf von ungesetzlichen Rauschgiften und dem Arbeiten in Rauschgifthöhlen liegt die Forderung nach der Todesstrafe bei 22 bis 33 Prozent.

Die Forderung nach lebenslänglicher Haft statt des Todes liegt zwischen 51 und 55 Prozent.

Die stärkste Forderung nach Todesstrafe liegt bei 47 Prozent für Vergewaltigungen unter dem Einfluss von Drogen.

Die Todesstrafe wurde 2006 durch die damalige Präsidentin Gloria Macapagal-Arroyo abgeschafft.

Diejenigen, die die Wiedereinführung der Todesstrafe ablehnen haben, haben die Wirksamkeit der Todesstrafe als Abschreckung für Verbrechen in Frage gestellt. Bei den Kongressanhörungen im Jahr 2017 sagten die staatliche Menschenrechtskommission und das Ministerium für soziale Wohlfahrt und Entwicklung, dass es keinen Zusammenhang zwischen der Todesstrafe und einer Veränderung der Kriminalitätsrate gibt.

Die staatliche Menschenrechtskommission sagte damals, dass die Todesstrafe gegen die „Armen, Ungebildeten, Verletzlichen und Machtlosen“ gerichtet ist. Sie zitierte auch Daten, die die Gefahr von Fehlurteilen aufzeigten.

Sie enthüllte Daten, die belegten, dass bevor die Todesstrafe abgeschafft wurde, es eine Fehlerquote von 71,77 Prozent gab, was bedeutete, dass die Wahrscheinlichkeit groß war, dass eine unschuldige Person hingerichtet wurde.

Redaktion

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