Julia Wickert aus Ziegenhain engagiert sich auf den Philippinen gegen Armut und für Umweltschutz

Julia Wickert aus Ziegenhain

Hinaus in die Welt und anderen helfen: Die 22-jährige Julia Wickert aus Ziegenhain leistet einen Bundesfreiwilligendienst auf den Philippinen. © Daniel Schäfer

Manila, Philippinen – „So langsam wird es ernst, man wird allmählich schon ein bisschen nervös“, gestand Julia Wickert aus Ziegenhain lachend, kurz bevor für sie ein ganz besonderes Abenteuer begann.

Die 22-Jährige leistet einen achtmonatigen Bundesfreiwilligendienst (BFD) auf Luzon, der Hauptinsel des über 10 000 Kilometer entfernten pazifischen Inselstaates Philippinen.

Für das Weltwärts-Programm (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, BMZ) entsendet sie der Verein Epecto. Gemeinsam mit drei weiteren Freiwilligen wohnt Julia jetzt in Manila, der Hauptstadt der Philippinen. Englisch ist hier die zweite Amtssprache. Von dort erfolgt ihr Einsatz in drei parallel laufenden Programmen.

Bei einem Ernährungsprogramm helfen die Freiwilligen bei Zubereitung und Ausgabe des Essens an die meist unterernährten Kinder der Grundschulen, wiegen diese monatlich und unterstützen bei der Hausaufgabenbetreuung.

Außerdem haben sie die Möglichkeit in einem Armutsprogramm jeweils für ein bis zwei Wochen in der Provinz mit den Einheimischen zusammen zu leben, Wohnungen zu bauen und am Alltag teilzunehmen. „Da kann es auch schon mal sein, dass es kein fließendes Wasser gibt und man sich im Fluss wäscht.“

An der Ateneo-Universität in Manila arbeiten die Freiwilligen weiterhin in einem Umwelt- und Klimaschutzprogramm. Sie kümmern sich um Bauminventuren, ein Kompostprogramm und das Erstellen von Klimadiagrammen.

„Durch die verschiedenen Projekte und die praktische Tätigkeit hat man das Gefühl, den Menschen vor Ort eine helfende Hand zu sein“, sagt die 22-Jährige, die kürzlich ihr Psychologie-Studium abgeschlossen hat.

Ansprechpartner und Betreuer vor Ort haben für die Freiwilligen immer ein offenes Ohr und auch vor Beginn des Dienstes wurden die jungen Menschen bereits gut vorbereitet. „Es gab zwei Vorbereitungsseminare und auch vor Ort bekommen wir nochmal eine fünftägige Einführung“, berichtete sie. So lernte sie auch die anderen Freiwilligen schon kennen.

Finanziert wird der Dienst größtenteils vom BMZ, einen Teil übernimmt Epecto durch Spenden. Julia hat in den Monaten vor ihrer Abreise daher auch fleißig nach Spendern gesucht, um den Verein zu fördern. „Ich bin vor allem dem Lions Club, Rotary Club und der Kreissparkasse Schwalm-Eder sehr dankbar, dass sie Epecto und damit auch mich unterstützt haben“, sagt die 22-Jährige.

Voller Vorfreude und ein bisschen nervös startete die junge Frau ihre spannende Reise. Sie hoffe, ihren Horizont zu erweitern und neue Menschen und Lebensweisen kennenzulernen, „ich glaube, da muss man sich einfach drauf einlassen“, sagt Julia.

Quelle

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Auswandern auf die Philippinen – Tablas Sunshine Village