Inflation und Hunger nehmen zu

Armut auf den Philippinen

Manila, Philippinen – Wegen der hohen Inflation auf den Philippinen hungern immer mehr Familien auf den Philippinen. Im dritten Quartal dieses Jahres ist die Zahl der hungernden Menschen um knapp vier Prozent gestiegen, wie philippinische Medien am Wochenende unter Bezug auf neueste Daten des Meinungsforschungsinstituts Social Weather Stations berichteten.

Insgesamt litten in den vergangenen drei Monaten 13,3 Prozent der Filipinos oder rund 3,1 Millionen Familien Hunger. Mit einem Anstieg von elf Prozent lag der Anteil Hungernder in der Konfliktregion Mindanao am höchsten.

Die Inflationsrate lag nach Angaben der philippinischen Zentralbank Ende September bei 6,8 Prozent. Höhere Ölpreise, ein schwacher Peso, Preissteigerungen für landwirtschaftliche Produkte wie das Grundnahrungsmittel Reis sowie Steuererhöhungen auf Benzin, Zucker und Zigaretten sind laut Experten einige der Ursachen der höchsten Inflationsrate in Asien.

Zum ersten Mal seit mehr als zwei Jahren ist der Verbraucherstimmungsindex auf den Philippinen gesunken. Auch die Mittelklasse fühle den Inflationsdruck und beginne zu sparen, warnen Wirtschaftsexperten. Das sei ein Alarmzeichen für ein Land, in dem der private Konsum rund 70 Prozent des Bruttosozialprodukts ausmache.

Redaktion

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