Philippinische Gastarbeiter schickten auch im August weniger Geld nach Hause

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Manila, Philippinen – Anhaltende zweistellige Rückgänge von Überweisungen aus dem Nahen Osten haben zum dritten Mal in diesem Jahr die gesamten Überweisungen von Filipinos aus dem Ausland gedrückt.

Nach Angaben der philippinischen Zentralbank am Montag, 15. Oktober 2018, rutschten die Bargeld Überweisungen durch Banken um 0,9 Prozent, im Vergleich zum Vorjahr, auf 2,476 Milliarden US-Dollar.

Im Jahr 2018 schrumpften die Überweisungen damit zum dritten Mal, im März um -9,8 Prozent und im Juni um -4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Nach Angaben der Zentralbank sind die Gesamtüberweisungen aus dem Ausland wegen eines „Rückgangs“ der Zuflüsse aus Saudi-Arabien, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten, wo der Großteil der philippinischen Arbeiter in Übersee tätig sind, rückläufig.

In den letzten Monaten gingen die Überweisungen aus dem Nahen Osten stark zurück, was teilweise auf verschärfte Regeln für ausländische Arbeitskräfte in der Region zurückzuführen ist, insbesondere in Saudi-Arabien, wo 56 Prozent der philippinischen Übersee-Arbeitnehmer tätig sind.

Daten der Zentralbank zeigten, dass die Rücküberweisungen aus der Golfregion von Januar bis August im Jahresvergleich um 17 Prozent auf 4,41 Milliarden Dollar eingebrochen sind.

Das Geld aus Saudi-Arabien sank gegenüber dem Vorjahr um 11,8 Prozent, das aus Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten um 10,4 Prozent bzw. 19,4 Prozent.

Anderswo in der Region fielen die Überweisungen aus Oman um 38,2 Prozent, dem Libanon um 10,6 Prozent, Kuwait um 20 Prozent und Israel um satte 61,7 Prozent.

Überweisungen durch philippinische Gastarbeiter machen mehr als 10 Prozent des philippinischen Bruttosozialproduktes aus und ermöglichen den philippinischen Familien, die sie erhalten, die Konsum- und Investitionstätigkeit anzukurbeln, was wiederum das Wirtschaftswachstum antreibt.

Redaktion

 

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