Seemannsheim möchte 69-Jährigem philippinischen Seemann letzten Wunsch erfüllen

Fidel Labrador ist schwer krank. Ein letztes Mal möchte er seine Familie in Manila sehen. Seemannsheim startet Spendenaktion.

Fidel Labrador

Fidel Labrador hat einen Hirninfarkt erlitten

Manila, Philippinen – Seemann Fidel Labrador hat nach einem Hirninfarkt nur noch einen Wunsch: Ein letztes Mal seine Familie in Manila sehen – doch den Flug kann er sich von seiner kleinen Rente nicht leisten. Die Deutsche Seemannsmission will nun Fidels Traum wahr werden lassen und startet eine Spendenkampagne.

Zum Hintergrund: Der 69-jährige Seemann Fidel Labrador hat einen Hirninfarkt erlitten. Er kann kaum mehr sprechen, ist auf einen Katheter angewiesen, kann sich nicht mehr selbstständig helfen und nicht mehr allein essen. Sein ganzes Leben lang fuhr der auf den Philippinen geborene Fidel zu See, ein Vierteljahrhundert auf deutschen Schiffen, heute hat er einen deutschen Pass.

Die Heimat noch einmal sehen

Derzeit kümmert sich sein bester Freund Abraham aufopferungsvoll um ihn. „Jeder hier kannte Fidel als vergnügten, witzigen Typen, der immer zu Späßen aufgelegt war und bei jedem Ausflug dabei war. Fidel wohnte sein ganzes Leben hier am Krayenkamp, wenn er Urlaub hatte,” so Felix Tolle vom Seemannsheim Krayenkamp. Jetzt hat der alte Seemann nur noch einen einzigen Wunsch: Ein letztes Mal seine alte Heimat Manila und damit seine Frau, seine vier Kinder und drei Enkel sehen. Doch das ist teuer: Aufgrund der körperlichen Verfassung Fidels müsste er liegend die Reise antreten und von einer Pflegerin begleitet werden. Seine knapp 900 Euro Rente reichen dafür nicht aus.

Und die Zeit rennt: Fidels gesundheitlicher Zustand verschlechtert sich stetig. Die Familie in Manila frage ständig, wann Fidel endlich kommen kann, erzählt Tolle, der Fidel seit 10 Jahren kennt. Um Fidel seinen letzten Wunsch zu erfüllen, starteten die vier Einrichtungen der Deutschen Seemannsmission in Hamburg (Duckdalben, Seemannsheim Altona, Seemannsheim Hamburg und die Seafarers Lounge) eine Spendenkampagne auf GoFundMe. 5000 Euro werden für den Traum benötigt, dass Fidel seine Familie ein letztes Mal sehen könnte.

In Lubao, in Fidels Heimatdorf nördlich von Manila, würden die Angehörigen die Pflege und Betreuung von Fidel übernehmen. „Ohne Spenden wird Fidel seine Familie nicht mehr wiedersehen können. Wir würden ihm diesen Wunsch so gern erfüllen und sind mehr als dankbar über jeden Cent. Helfen Sie Fidel, seine letzte Reise anzutreten”, so Felix Tolle. Spenden können die Hamburger auf GoFundMe unter dem Link gofundme.com/seemann-in-not

Über GoFundMe

GoFundMe ging 2010 in den USA an den Start und ist die weltweit größte gesellschaftliche Online-Fundraisingplattform. Seit einem Jahr gibt es GoFundME in Deutschland. GoFundMe ermöglicht individuelle Spendenkampagnen für Privatpersonen, Organisationen und Projekte in zahlreichen Bereichen, darunter Medizin, Notfälle, Unternehmertum, Sport, Bildung, Frauenrechte, Tiere und viele mehr. Die Spenderinnen und Spender der GoFundMe-Community haben das Spenden von Grund auf verändert. Seit dem Start von GoFundMe haben weltweit mehr als 50 Millionen Menschen über fünf Milliarden Dollar gespendet, heißt es von der Firma.

Quelle

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