Südchinesisches Meer – Xi Jinping ordnet Kriegsvorbereitungen an

Xi Jinping soll seinen Streitkräften befohlen haben, sich auf einen Krieg vorzubereiten. Dieses Statement gab der chinesische Staatschef während eines Inspektionsbesuch beim Militär ab, das für das Südchinesische Meer zuständig ist. Vor knapp vier Wochen war es dort zu einem gefährlichen Zwischenfall mit einem US-Kriegsschiff gekommen.

Xi Jinping

Manila, Philippinen – Das Südliche Kommando habe in den vergangenen Jahren eine „schwere militärische Verantwortung“ zu tragen gehabt, sagte Xi am Donnerstag beim Besuch in der Küstenprovinz Guangdong nach Angaben der in Hongkong erscheinenden Zeitung „South China Morning Post“.

„Es ist nötig, die Mission zu stärken… und sich auf Vorbereitungen auf einen Krieg zu konzentrieren“, sagte Xi nach Angaben des Blattes. Dabei sollten die komplexe Situation berücksichtigt und entsprechend „Notfallpläne“ erstellt werden.

„Wir müssen Kampfbereitschaftsübungen, gemeinsame und Konfrontationsübungen verstärken, um die Fähigkeiten der Soldaten und die Kriegsvorbereitungen zu verbessern“, zitiert die Zeitung den chinesischen Staatschef.

Der Besuch von Xi findet vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen mit den USA im Südchinesischen Meer statt. Stein des Anstoßes ist das rohstoffreiche Seegebiet um die dort liegenden Spratly-Inseln, das von China, aber auch von Vietnam, den Philippinen und weiteren Staaten beansprucht wird.

China hat in den vergangenen Jahren in der Region, durch die internationale Schifffahrtswege führen, künstliche Inseln aufgeschüttet und Militärbasen gebaut. Die USA ignorieren Chinas Anspruch auf die Region demonstrativ und schicken immer wieder Kriegsschiffe, um ihr Recht auf eine freie Durchfahrt zu betonnen. China sieht sich dadurch provoziert.

Anfang Oktober wurde bekannt, dass ein chinesisches und ein US-amerikanisches Kriegsschiff im Südchinesischen Meer nur knapp einer Kollision entgangen sind.

Quelle

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