Hilfe für Taifun-Opfer geht weiter

Zehn große Spendenpakete haben Meden und Heinz-Dieter Rink bereits losgeschickt. In vier Wochen reisen die Weidenhäuser selbst auf die Philippinen und starten dort wieder kleine Hilfsprojekte. Zuvor laden sie noch zum Dankeschön-Fest ein.

Meden Rink

Nach einem Tropensturm an Weihnachten 2017 gab es Überschwemmungen und Erdrutsche auf den Philippinen – davon blieb auch die Dorfgemeinschaft in Pongon nicht verschont. Das Wohl der Kinder in ihrer ehemaligen Heimat liegt Meden Rink besonders am Herzen. (Fotos: privat)

„Fünf Jahre sind mittlerweile vergangen“, sagt Meden Rink und erinnert an eine der schlimmsten Naturkatastrophen in Asien. Am 8. November 2013 wütete Taifun „Haiyan“ auf den Philippinen. Mehr als 7000 Menschen starben, ganze Dörfer und Städte wurden dem Erdboden gleich gemacht.

Die Bilder von Verwüstung, Toten, Verletzten und Obdachlosen in ihrer alten Heimat lassen Meden Rink seitdem nicht mehr los. Unermüdlich sammeln sie und ihr Mann Heinz-Dieter Spenden für die Taifun-Opfer, leisten vor Ort Hilfe zur Selbsthilfe.

Bereits einige Jahre zuvor hatten sie ihren ersten Einsatz für bedürftige Menschen in dem Inselstaat im Südosten Asiens gestartet. Anfangs unterstütze das Ehepaar mehrere Provinz-Krankenhäuser. Die Weidenhäuser organisierten Rollstühle, Gehhilfen, Bettwäsche, medizinische Geräte, OP-Kittel und Nachtschränke und schickten diese auf eigene Kosten in den Süden der Philippinen.

„Wenn wir den Kindern ein Lächeln schenken können, haben sich die Mühen schon gelohnt“, sagt Meden Rink

Nach dem verheerenden Wirbelsturm gilt ihre Aufmerksamkeit ganz der Landbevölkerung auf der stark betroffenen Insel Leyte. In den abgelegenen Gebieten südlich der Provinzhauptstadt Tacloban waren keine Hilfsorganisationen tätig. Deshalb entschlossen sich Meden und Heinz-Dieter Rink, hier selbst Aufbauhilfe leisten zu wollen.

Meden Rink

Tatkräftig unterstützt werden sie dabei von Freunden, Nachbarn und Bekannten sowie auch von Vereinen, Kirchengemeinden und Firmen. Die füllen regelmäßig die Spendenbox oder stellen Kleidung, Schuhe und Spielzeug zur Verfügung. Immer um den Nikolaus-Tag lädt das Ehepaar alle Interessierten zu einem Umtrunk nach Weidenhausen ein und informiert dann über ihre vielfältigen Hilfsprojekte auf den Philippinen. (siehe unten) „Dank der Spendengelder konnten wir schon viel Leid lindern“, erzählt Meden Rink. Das Geld komme zu 100 Prozent den Menschen in der Gemeinde MacArthur  insbesondere den Einwohnern des Dorfes Pongon  zugute. Dort entstanden unter anderem 13 neue, einfache Holzhäuser für Familien.

Außerdem kaufte die Weidenhäuserin eine Motorsäge, Wasserbüffel für die Feldarbeit und das Material für eine 300 Meter lange Wasserleitung. Mit Hilfe des Spendengelds aus dem Hinterland konnte auch eine landwirtschaftliche Fläche angelegt und bestellt werden. Hier pflanzt die Dorfgemeinschaft nun selbst Obst und Gemüse für den Eigenbedarf an. Was von Maniok, Ananas, Süßkartoffeln, Erdnüssen, Bananen, Mais und Wassermelonen übrigbleibt, wird auf dem Markt verkauft.

Meden Rink

Die Philippinen werden jedes Jahr von rund 20 Taifunen heimgesucht. An Weihnachten 2017 brachte Tropensturm „Tembin“ heftige Regenfälle mit, die wiederum Überschwemmungen und Erdrutsche auslösten. Davon blieben auch die Menschen in dem von den Rinks unterstützten Dorf nicht verschont. „In den Fluten ist leider ein Wasserbüffel ertrunken“, berichtet Meden Rink. Deshalb habe sie im März Geld für zwei neue Carabaos überwiesen. Über eine Vertrauensperson erfährt das Ehepaar, dass die Spenden wirklich ankommen. Lehrer Edmundo M. Merilo hält die Weidenhäuser Helfer regelmäßig per E-Mail über die Lage in MacAr­thur auf dem Laufendem.

„Die Dorfgemeinschaft funktioniert gut, deshalb werden wir künftig vor allem die beiden Schulen unterstützen. Eine gute Bildung ist für die Kinder besonders wichtig“, sagt Heinz-Dieter Rink. Für die MacArthur National High School mit ihren rund 1700 Schülern haben die Weidenhäuser bereits elektrische Ventilatoren sowie auch Laptop und Beamer beschafft.

Im Dezember werden Meden und Heinz-Dieter Rink drei Wochen lang in der Region Tacloban unterwegs sein und weitere Spenden verteilen. Kurze Aufenthalte in Manila sind ebenfalls geplant. Die Flüge und ihren Lebensunterhalt finanzieren sie – wie bei jedem Hilfseinsatz – aus eigener Tasche.

Zehn Pakete mit Kleidung, Schuhen, Handtüchern, Werkzeug, Konserven, Zucker und Kaffee haben sie bereits in Richtung Südostasien auf den Weg gebracht. Vor Ort wollen sie dann auch Spielzeug verteilen und für Kinder ein großes Weihnachtsessen zubereiten. „Die Dankbarkeit der Menschen entschädigt uns für alles. Wenn wir den Kindern ein Lächeln schenken können, haben sich die Mühen schon gelohnt“, sagt Meden Rink.

FEIER AM 7. NOVEMBER IN WEIDENHAUSEN

Bevor sich Meden und Heinz-Dieter Rink auf den Weg auf die Philippinen machen, möchte das Ehepaar noch alle Freunde, Nachbarn und Förderer zu einem „Dankeschön-Treffen“ einladen. Dieses findet am Samstag, 7. November, ab 17 Uhr bei der Familie Rink im Lerchenweg 7 in Weidenhausen statt. „Wir wollen damit Danke sagen für die Hilfe und Spenden der vergangenen fünf Jahre“, so Heinz-Dieter Rink. Die Gastgeber tischen an diesem Abend Glühwein und philippinische Spezialitäten auf. Außerdem können sich die Besucher über den Stand der geleisteten Hilfe informieren. Bilder werden zeigen, in welche Projekte die Spenden bisher geflossen sind. „Es soll wieder ein schöner Abend werden, mit interessanten Gesprächen und guter Laune“, sagt Meden Rink.

Quelle

 

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