Mit Polizeigeleit zum Friedhof – Erhöhte Sicherheitsstufe zu Allerheiligen auf den Philippinen

Manila, Philippinen – Allerheiligen und Allerseelen gehören zu den höchsten Feiertagen für philippinische Christen. Für Sicherheitsbehörden werden es anstrengende Tage: Um die Gläubigen vor Terroranschlägen zu schützen werden mehrere Tausend Polizisten im Einsatz sein.

Polizei und Armee der Philippinen wollen mit massiven Sicherheitsmaßnahmen zu Allerheiligen und Allerseelen die Friedhöfe vor Anschlägen schützen. Die auch als „Undas“ (Tage der Toten) bekannten Feiertage bilden nach Weihnachten und der Karwoche das höchste christliche Fest auf den mehrheitlich katholischen Philippinen. Millionen Menschen besuchen an diesen Tagen die Friedhöfe und nutzen das Totengedenken zu Familienfeiern mit Picknick an den Gräbern.

Allein auf den 80 Friedhöfen und 30 Kolumbarien der Hauptstadt Manila sollen 3.400 Polizisten die Gläubigen vor terroristischen Anschlägen sowie vor Kriminalität schützen, wie der asiatische katholische Pressedienst Ucanews am Donnerstag berichtete. Zusätzlich würden an wichtigen Verkehrsknotenpunkten und Bahnhöfen Bombenspürhunde eingesetzt.

Verkehrschaos erwartet

Zugleich warnten die Behörden vor einem Verkehrschaos in den Städten. Es sei zu erwarten, dass zu Undas Hunderttausende Menschen mit ihren Autos zu den Friedhöfen fahren würden. Die Luftfahrtbehörde wolle ab dem 27. Oktober durch „Sondermaßnahmen“ eine „effiziente, störungsfreie und sichere“ Abwicklung des erhöhten Passagieraufkommens auf den 20 Flughäfen des Landes sicherstellen, hieß es. Millionen Philippiner reisen über die Feiertage zu ihren Familien und zu den Gräbern ihrer Verstorbenen in ihren Heimatstädten und -dörfern.

Die Christianisierung der Philippinen begann 1565 mit der Kolonialisierung der philippinischen Insel durch das katholische Königreich Spanien. Vor der spanischen Kolonialzeit waren Animismus, Islam und Buddhismus die am meisten verbreiteten Religionen.

Quelle

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