Beschwerden häufen sich – Chinesen „überschwemmen“ die Philippinen

Manila, Philippinen – Beschwerden über chinesische Staatsangehörige, die Unannehmlichkeiten verursachen, indem sie beispielsweise ihre Hemden ausziehen und in der Öffentlichkeit Stuhlgang machen, werden immer häufiger in den sozialen Medien gepostet.

Ein Benutzer von Twitter postete das Foto eines Mannes ohne Hemd in einem beliebten Bekleidungsgeschäft. Der User erklärte in dem Thread, dass er herausfand, dass der hemdlose Kunde vom chinesischen Festland stammte, da dieser in Mandarin sprach. Der Chinees, von einer Verkäuferin angesprochen, dass das nicht üblich sei, ignorierte sie einfach.

chinese ohne Hemd

Andere teilten ebenfalls Beschwerden, in denen sie chinesische Staatsangehörige beschuldigten, öffentliche Unannehmlichkeiten oder Unruhen verursacht zu haben.

„Wir sind Chinesen!“Der Nerv dieses Volkes! Mit diesem Satz wurde ein philippinischer Wachmann in Makati City, Metro Manila von 6 jungen chinesen zurechtgewiesen, als dieser nach Mitgliedsausweisen für einen Club fragte.

Chinesischer Zustrom auf den Philippinen

Die Einwanderungsbehörde präsentierte im Juli 2018 Daten, aus denen hervorgeht, dass zwischen Januar 2016 und Mai 2018 rund 3,12  Millionen chinesische Staatsangehörige in den Philippinen einreisen durften.

Mindestens 2,44 Millionen kamen vom chinesischen Festland, die übrigen aus Taiwan, Hongkong und Macau.

Die gleichen Daten zeigten, dass die meisten Ausländer, die auf die Philippinen einreisten, chinesische Staatsbürger waren. 2016 und 2017 wurden insgesamt 3.722 Chinesen die Einreise verweigert, 2018 waren es von Januar bis Mai schon 764.

In einem im Mai 2018 von Bloomberg veröffentlichten Artikel wurde festgestellt, dass der Zustrom von 100.000 chinesischen Staatsbürgern in Metro Manila die Immobilienpreise in die Höhe schnellen ließ.

Demnach stiegen die Eigenheimpreise in der Gegend um die Bucht von Manila Ende 2017 um 27 Prozent und fielen mit dem Allzeithoch von 52.600, in Metro Manila im selben Jahr verkauften Einheiten zusammen.

Laut den Berichten der philippinischen Glücksspielindustrie sind viele chinesische Staatsbürger in das Land gezogen.

In dem Artikel wird auch argumentiert, dass die wärmere Haltung von Präsident Rodrigo Duterte zu China trotz der territorialen Spannungen im West-Philippinischen Meer dem Massenzustrom von Chinesen und Investitionen förderlich war.

Polizei und Sicherheitsdienste sind scheinbar angewiesen worden bei kleineren Verfehlungen durch chinesische Staatsbürger ein „Auge zuzudrücken“, berichten mehrere Augenzeugen in den sozialen Medien.

Redaktion

 

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