Nachfrage und Produktion sinken seit Jahren – Stirbt die philippinische Calamansi aus?

Calamansi

Manila, Philippinen – Die philippinische Calamansi Association, Inc. (PCAI) sagte kürzlich, dass Forschungs- und Entwicklungsprogramme (FuE) die rückläufige Produktion von Calamansi im Land angehen sollten.

Die Calamondinorange wird heute vor allem auf den Philippinen angebaut, wo sie Calamansi genannt wird. Auch in anderen Gebieten Ostasiens und in der Karibik wird sie häufig kultiviert.

Die Calamondinorange fruchtet bereits nach 4 Jahren. Die durchschnittlich 3 cm dicke Frucht, die die Größe eines Tischtennisballs erreichen kann, schmeckt je nach Reifegrad unterschiedlich. Schale und Fruchtfleisch sind im reifen Zustand orange und schmecken süßsauer, ganz ähnlich wie Kumquats. Im unreifen Zustand sind Schale und Fruchtfleisch grün, die Frucht dient in diesem Zustand auf den Philippinen als saftreiche Zitronenfrucht. Im gelblichen Zwischenzustand schmeckt sie mehr oder weniger süß oder sauer. Sie ist reich an Phosphor, Kalzium, Eisen und Vitamin C. Aus diesem Grund wird der Saft, mit Wasser verdünnt und ggf. mit Zucker gesüßt, heiß oder kalt als Präventivmedizin und Heilmittel bei Rachen- und Atemwegserkrankungen getrunken.

Nach Ansicht der philippinische Calamansi Association ist der Rückgang von Nachfrage und Produktion auf den Umstieg der Verbraucher und Landwirte auf die Zitrone zurückzuführen, zudem werden immer weniger Qualitätssetzlinge angeboten. Anbau und Pflege sind im Verhältnis zur Zitrone aufwendiger, der Verbrauch von Wasser höher, der Ertrag geringer.

Calamansi

Um dem Aussterben der Calamansi entgegen zu wirken will man mit Forschungs- und Entwicklungsprogrammen die Produktivität und Ausbeute erhöhen, Farmer sollen mit Seminaren auf veränderte Produktionsbedingungen, Bewässerung und Marketing geschult werden. Erste Projekte wurden bereits auf der Insel Mindoro gestartet.

Redaktion

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