Repräsentantenhaus billigt Gesetzentwurf zum Verbot der körperlichen Bestrafung von Kindern

Repräsentantenhaus

Manila, Philippinen – Das philippinische Repräsentantenhaus billigte am Montag, 12. November 2018 in letzter Lesung eine Gesetzesvorlage zur Verhinderung körperlicher Bestrafung und zur Förderung der positiven und gewaltfreien Disziplin von Kindern.

Mit 163 Ja-Stimmen, 2 Nein-Stimmen und keiner Enthaltung, beschloss das Abgeordnetenhaus in dritter Lesung den Gesetzesentwurf Nr. 8239, „Positive and Non-Violent Discipline of Children Act“, der darauf abzielt, Kinder vor körperlichen, demütigenden, oder degradierenden Bestrafungen zu schützen.

Der vorgeschlagene Gesetzesentwurf schützt Kinder vor den schwerwiegenden Folgen der körperlichen Bestrafung, indem sie die Anwendung aller Formen erniedrigender oder herabsetzender Bestrafung in allen Situationen verbietet.

Das Gesetz definiert körperliche, demütigende oder erniedrigende Handlungen der Bestrafung als jede Form der Bestrafung oder Disziplinierung, in der „körperliche Gewalt angewendet wird und Schmerz oder Unbehagen verursachen soll oder eine nicht-körperliche Handlung, durch die sich ein Kind herabgesetzt, verunglimpft, bedroht fühlt oder lächerlich gemacht wird.“

Die Gesetzesvorlage weist auch darauf hin, dass jede Person, die persönliche Kenntnis von solchen Handlungen hat, einen Bericht einreichen kann, der dem Barangay oder der Polizei vorgelegt werden sollte. Die Polizei hat den Auftrag, Barangay oder einen Gesundheitsdienstleister auf den Bericht aufmerksam zu machen.

Nach Erhalt eines Berichts würde der Barangay-Chef sofort feststellen, ob die begangenen Handlungen unter die Definition von körperlichen, erniedrigenden oder herabsetzenden Handlungen als Form von Strafe fallen.

Der Dorfvorsteher kann entweder Mediation und Schlichtung oder vorübergehende Schutzanordnungen unter Berücksichtigung des besten Interesses des Kindes empfehlen.

Wiederholungstäter müssen Seminare über positive Disziplin, Wutmanagement und Kinderrechte durchführen. sich einer Beratung oder Therapie unterziehen; oder von anderen Rehabilitationsdiensten Gebrauch machen.

Zudem können Wiederholungstäter nach dem geltenden Strafgesetzbuch zur Verantwortung gezogen werden.

Darüber hinaus legt das Gesetz einen rechtlichen Rahmen für das Engagement des Landes für verschiedene internationale Abkommen fest, wie die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, die Genfer Erklärung der Rechte des Kindes und das Übereinkommen über die Rechte des Kindes zum Schutz der jungen Generation von Filipinos.

Da bereits am 8. Oktober 2018 vom Senat der Philippinen eine ähnliche Gesetzesvorlage verabschiedet wurde, wird ein Zweikammerkonferenzkomitee des Kongresses beide vorlagen in Einklang bringen und dem Präsidenten zur Unterschrift vorlegen.

Redaktion

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