Boracay – Ermittlungsbehörde reicht Klage gegen dutzende Beamte ein

polizisten und soldaten durchkämmen Boracay

Manila, Philippinen – Die nationale Ermittlungsbehörde (NBI) hat gegen 24 örtliche Beamte von Aklan, darunter den Gouverneur und den Vize-Gouverneur, sowie den Bürgermeister und den Vizebürgermeister der Stadt Malay, im Zusammenhang des mutmaßlichen Missbrauchs des Boracay-Fonds in Höhe von PHP 84 Millionen, Klage eingereicht.

Neben den leitenden Beamten empfahl die NBI die Einreichung einer ähnlichen Klage gegen 17 Mitglieder des Gemeinderats, den Schatzmeister und den ehemaligen Bürgermeister und Vizebürgermeister.

In einer Beschwerde vom 22. Oktober 2018 übergab der NBI-Direktor Dante Gierran dem Bürgerbeauftragten Samuel Martires die Ergebnisse seiner Untersuchung, bezüglich des Missbrauchs von Millionen von Pesos bei der Erhebung von Umwelt- und Zugangsgebühren (EAF), die von Touristen entrichtet wurden, die Boracay betreten.

Der Fonds sollte für den Erhalt der Insel bereitgestellt werden. Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass die lokale Regierung von Malay die Gebühren zur Finanzierung anderer Projekte verwendet hat.

84 Millionen Pesos verschwunden

Die Ermittler stellten Abweichungen in dem Boracay-Fonds fest, die den Finanzämtern, den Buchhaltungs- und Tourismusämtern von 2012 bis 2017 gemeldet wurden.

Die Berechnung ergaben Abweichungen von PHP 84,86 Millionen zwischen den gemeldeten Einnahmen des Schatzmeisters und dem Bericht des Tourismusamtes.

„Alle Touristen, die auf die Insel kommen, müssen die EAF bezahlen. Mit der Diskrepanz ist die einzige logische Schlussfolgerung, dass der Betrag zwar erhoben, aber nicht korrekt gemeldet wurde“, erklärte die Ermittlungsbehörde.

Redaktion

Print Friendly, PDF & Email