APEC-Gipfel in Papua-Neuguinea endet im Streit

APEC-Gipfel

Manila, Philippinen – Es reichte nicht einmal für eine gemeinsame Abschlusserklärung: Der APEC-Gipfel in Papua-Neuguinea ist im Dissens auseinandergegangen. Vor allem der Streit über Handelsfragen hatte das Treffen belastet.

Streit hatte das gesamte Treffen geprägt, und so ging man auch auseinander: Bei ihrem Gipfel in Papua-Neuguinea haben sich die 21 Mitgliedsländer der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) nicht auf ein gemeinsames Abschluss-Kommuniqué verständigen können. Kanadas Premierminister Justin Trudeau begründete dies mit unterschiedlichen Ansichten in Handelsfragen. Stattdessen solle es nur eine Erklärung des Gastgebers geben.

Papua-Neuguineas Premierminister Peter O’Neill machte China und die USA dafür verantwortlich, dass keine gemeinsame Abschlusserklärung zustande kam. „Das liegt daran, dass es im Raum zwei große Giganten gibt“, sagte er.

Das gesamte Treffen in der Hauptstadt Port Moresby war überschattet vom Konflikt zwischen den USA und China. US-Vizepräsident Mike Pence und Chinas Präsident Xi Jinping gingen sich im Streit um Handelspraktiken und Zölle hart an. Xi kritisierte dabei die „America First“-Politik von US-Präsident Donald Trump massiv, Pence drohte Peking im Gegenzug mit einer drastischen Erhöhung der Strafzölle. Ein weiterer Streitpunkt war die von den USA geforderte Reform der Welthandelsorganisation WTO.

Region mit wachsender Bedeutung

Am Rande des Gipfels wurde auch um den Einfluss in Papua-Neuguinea selbst sowie im Südpazifik gerungen. Während China dem Land vier Milliarden Dollar für den Aufbau des ersten Straßennetzes des Landes zusagte, versprachen die USA, Australien, Neuseeland und Japan, in Papua-Neuguinea ein flächendeckendes Stromnetz aufzubauen. Außerdem wollen die USA in australische Pläne zum Aufbau eines gemeinsamen Marinestützpunkts mit dem südpazifischen Staat einsteigen.

In den 21 APEC-Ländern rund um den Pazifik lebt etwa die Hälfte der Weltbevölkerung. Zu den Mitgliedern gehören neben wirtschaftlichen Schwergewichten wie Japan und Kanada auch Länder wie die Philippinen oder Malaysia. Der Gastgeber Papa-Neuguinea mit nur acht Millionen Einwohnern ist mit Abstand das ärmste aller APEC-Mitglieder. Ziel ist der APEC ist eigentlich, ein großes Freihandelsabkommen rund um den Pazifik zu schaffen.

Quelle

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