Manila – ein weiteres Las Vegas im Osten?

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Photo by RioHondo (Author), CC BY-SA 3.0 (Licence)

Manila, Philippinen – Spielbanken haben in manchen asiatischen Regionen Hochkonjunktur, Macau und Singapur gehören diesbezüglich zu den Vorreitern. Auch in der philippinischen Hauptstadt regt sich etwas, und das nicht zu knapp: Mausert sich Manila zu einem neuen Las Vegas?

Manila setzt alles auf eine Karte: Die Metropole möchte offensichtlich zu einem Hauptanziehungspunkt für Touristen werden und legt sich dafür unübersehbar ins Zeug. Glamouröse Casino-Resorts sprießen aus dem Boden und avancieren schon jetzt zu Hotspots für Spieler aus aller Welt. Schließlich geht es den Besuchern nicht nur einfach um eine gute Partie Poker oder Roulette, sondern auch um echtes Entertainment und eine imposante Atmosphäre.

Okada Manila – jüngstes Resort der Entertainment City

Das Resort Okada Manila setzt in dieser Beziehung neue Maßstäbe, seine Eröffnung erfolgte Ende 2016. Es liegt in der sogenannten Entertainment City und nannte sich zuvor Manila Bay Resort. Mit dem neuen Namen schwingt es sich in unbekannte Höhen auf, ausdrücklich, um in Konkurrenz zu den großen Spieler-Metropolen dieser Welt zu treten. Die weithin sichtbare Wasserfontäne „The Fountain“ bildet das Herzstück der Anlage, es soll sich hierbei um den größten vielfarbigen Springbrunnen der Welt handeln.

Das allein erinnert schon an das berühmte Bellagio in Las Vegas, das hier ganz sicher in seine Schranken gewiesen werden soll! Insgesamt nimmt das Okada Manila 45 Hektar Fläche für sich in Beschlag, jeder Flügel verfügt über 15 Stockwerke. Mehr als 3000 elektronische Spielautomaten und 500 Live-Spieltische konkurrieren mit dem riesigen Shopping-Center um die Aufmerksamkeit der Besucher. Das integrierte Cove Manila dient auf 9.000 Quadratmetern tagsüber als Indoor-Beachclub und nachts als Diskothek. Für Abwechslung ist also gesorgt, dafür muss der Hotelgast nicht einmal das Gelände verlassen.

Solaire Resort & Casino – modernes Equipment und klassische Spiele

Das Solaire Resort & Casino, das sich ebenfalls in der berühmten Entertainment City befindet, ist nur etwa drei Jahre älter – und damit auch noch ziemlich neu. Es verfügt über ein integriertes Fünf-Sterne-Hotel mit insgesamt 800 Gästezimmern, großräumigen Suiten und feinen Villen. Aktuell stellt es das höchste Hotelgebäude der Manila-Bay-Region außerhalb der City of Manila dar. Als hauptsächlicher Anziehungspunkt für Besucher gelten die endlosen Reihen von Spielautomaten, die fast wie aus einer Zauberwelt wirken. Dies überrascht kaum, sind die klassischen Slot Machines doch längst Teil der internationalen Popkultur und erfreuen sich weltweit großer Beliebtheit. In Manila fällt vor allem eines auf: Das hochkomplexe, moderne Equipment, das sich auf inspirierende Weise von den „alten“ Automatenspielen abhebt.

Aber auch andere typische Casinospiele wie Roulette, Poker und Blackjack sind hier äußerst gern gesehen, sie finden an insgesamt 360 verschiedenen Tischen statt. Die „Gaming Area“ allein nimmt 18.500 Quadratmeter für sich Anspruch! Der Gebäudekomplex beinhaltet darüber hinaus auch Kongressräume und zahlreiche Freizeiteinrichtungen und natürlich auch verschiedene Restaurants sowie zahlreiche Einzelhandelsläden. Wer Wert auf gehobene Unterhaltung legt, der besucht das „Theatre at Solaire“ mit seinen 1.740 Sitzplätzen und einem abwechslungsreichen, glamourösen Programm.

City of Dreams – endloses Spielfeld für Träumer und Luxusfans

Auch das City of Dreams darf in dieser Aufzählung keinesfalls fehlen, sagt der Name allein doch schon aus, wohin die Reise geht. Die Spielbank öffnete im Februar 2015 ihre Pforten an der Ecke Aseana Avenue und Roxas Boulevard in Parañaque – selbstverständlich innerhalb der Entertainment City. Seinen hervorragenden Ruf erlangte dieses Casino Resort durch große Showveranstaltungen mit nationalem und internationalem Staraufgebot. Zur Eröffnung engagierte die Casinoleitung Gary Valenciano, Ne-Yo, Zsa Zsa Padilla und Kelly Rowland, die sich zu einem grandiosen „Concert of Dreams“ zusammenschlossen.

Auch äußerlich hat die Anlage einiges zu bieten: Sie brüstet sich mit sechs großen Türmen, die 938 Hotelzimmer beinhalten. In der integrierten Spielbank befinden sich 289 Live-Spieltische und 1620 Slot Machines, ergänzt von 176 elektronischen Tischspielen. Unter der gewaltigen Kuppel bergen sich gleich zwei internationale Nachtclubs: das Chaos und das Pangaea. Außerdem enthält das City of Dreams eine 80.000 Quadratmeter große Shopping Mall mit dem fast schon verniedlichenden Namen „The Shops at The Boulevard“. DreamWorks Animation hat obendrein innerhalb des Resort Geländes einen Themenpark gestaltet, der sich DreamPlay nennt.

Amerikanischer Traum in Metro Manila?

In Metro Manila geht der Traum weiter, mindestens 24 weitere Casinos haben sich in der Kernstadt angesiedelt und geizen nicht mit Pomp und Glamour. Während die Hauptstadt fleißig dabei ist, sich neu zu erfinden, florieren auf dem Wohnungsmarkt die Luxus-Appartements und teuren Gewerbebauten. Ein kurzer Blick in die aktuellen Maklerangebote verstärkt den Eindruck, dass es sich in Manila mit schwerem Portemonnaie wirklich gut leben lässt. Die städtische Infrastruktur passt sich an die neuen Bewohner an: Exklusive gastronomische Angebote entstehen ebenso wie schicke Nachtclubs nach westlichem Standard. Nicht zu vergessen: Das Finanzzentrum Makati liegt ganz in der Nähe der Kernstadt, darum geraten die exklusiven Wohnanlagen auch schnell ins Visier der Großmanager, wohlhabenden Bänker und erfolgreichen Trader.

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Photo by Mike Gonzalez (TheCoffee) (Author), CC BY-SA 3.0) (Licence)

Wer nun ein kritisches Auge hinüber nach Las Vegas wirft und die Strukturen der Wüstenmetropole analysiert, der stellt sehr bald fest: Manila hat das Zeug, die amerikanische Spielerstadt in naher Zukunft einzuholen. Dort, wo sich bereits Geld befindet, kommt meistens immer wieder neues hinzu. Zumindest dann, wenn ein vernünftiger Plan dahintersteckt. Und den scheint es in der philippinischen Hauptstadt zu geben.

Redaktion

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