Wie steht es um die Demokratie in Asien?

Demokratie in Asien

Manila, Philippinen – Asien hat auf dem Weg zur Demokratie einige Fortschritte gemacht, aber für viele Länder der Region ist es noch ein weiter Weg.

Der Bericht der Economic Intelligence Unit zum Demokratieindex basiert auf fünf Kategorien: Wahlprozess und Pluralismus; bürgerliche Freiheiten; das Funktionieren der Regierung; politische Beteiligung; und politische Kultur. Auf der Grundlage dieser Indikatoren werden die Länder auf einer Skala von 1 bis 10 eingestuft und anhand ihrer Bewertung als „vollständige Demokratie“, „fehlerhafte Demokratie“, „Hybridregime“ und „autoritäres Regime“ klassifiziert.

Von den 166 Ländern der Liste, weist laut dem Bericht keines der asiatischen Länder „volle Demokratie“ auf. In Asien steht Südkorea an der Spitze. Das Land steht weltweit an 20. Stelle, ein Sprung von Platz 24 im Jahr 2016. Die Verbesserung der Punktzahl wird einer Volksbewegung zugeschrieben, die zur Amtsenthebung des damaligen Präsidenten Park Geun-hye führte, der wegen Unterschlagung für schuldig befunden wurde.

Japan ist in Asien an zweiter Stelle, aber weltweit auf Platz 23. Indien steht auf dem dritten Platz in Asien und weltweit auf Platz 42. Das Land verzeichnete einen steilen Einbruch in der Rangliste von 32 auf 42. Der Rückgang der Rangfolge ist auf die steigende rechte Kraft und den Angriff auf Minderheiten zurückzuführen.

Die Philippinen liegen in Asien an vierter Stelle und weltweit auf Platz 51. Dem Bericht zufolge haben die Erklärung des Kriegsrechts im Süden des Landes und die fortgesetzte Verletzung der demokratischen Werte durch Rodrigo Duterte die demokratische Kultur des Landes beeinträchtigt. 

Malaysia steht an fünfter Stelle in Asien und weltweit auf Platz 59, gefolgt von der Mongolei und Sri Lanka auf Platz 60 bzw. 62.

Indonesien ist von Platz 48 auf Rang 68 gefallen, hauptsächlich aufgrund strenger Blasphemiegesetze, die regelmäßig zur Einschränkung der Meinungsfreiheit eingesetzt wurden. Es folgt Singapur mit Platz 69. Nepal und Bhutan stehen auf Platz 94 bzw. 99. Thailand steht weltweit auf Platz 107.

Blasphemiegesetze in Pakistan und Medienzensur haben Hindernisse für das Funktionieren der Demokratie geschaffen. Das Land liegt auf Platz 110, gefolgt von Myanmar und Kambodscha.

Die Zensur sozialer Medien in China und die Festigung der Macht durch den chinesischen Staatschef hat zu einem erstickenden Regime im Land geführt. Journalisten sind ständig eingesperrt und die Meinungsfreiheit wird nicht gewährt. Dem Bericht zufolge ist das Land als autoritär eingestuft, gefolgt von Vietnam und Laos auf den Rängen 140 und 151.

Redaktion

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