Unschuldig in Dutertes Drogenliste – 11-jähriges Mädchen bettelt für Beerdigung ihrer Mutter

Opfer

Symbolbild

Manila, Philippinen – Ein 11-jähriges Mädchen, dessen Vater und Mutter bei einer Drogenoperation der philippinischen Polizei erschossen wurden, versucht das Geld für die Beerdigung ihrer Mutter durch betteln zusammen zu bekommen.

Berichten zufolge wurde Mary Anns Mutter am 16. Dezember 2018 erschossen, nachdem sie versehentlich in die Drogen-Überwachungsliste aufgenommen worden war. Ihr Vater wurde wenige Wochen zuvor auch während einer Operation getötet, auch im Rahmen der Anti-Drogen-Kampagne der Regierung.

So wie Mary Ann geht es vielen Tausend Waisen auf den Philippinen, die aufgrund der Blutlust und des völligen Mangels an Menschlichkeit von der Regierung zurückgelassen werden.

Die Behörden behaupten, die mehr als 5000 Toten in Dutertes blutigen Drogenkrieg haben sich der Verhaftung wiedersetzt, die Polizei weigert sich jedoch Protokolle von Anti-Drogen-Operationen zu veröffentlichen. Körperkameras, die offiziell bei allen Operationen getragen werden sollen gibt es nicht.

Doch zwischenzeitlich gibt es viele Beweise, die die Behauptungen der Polizei widerlegen. So verurteile ein philippinisches Gericht im November 3 Polizisten zu lebenslanger Haft, die den 17-jährigen Kian delos Santos heimtückisch ermordeten. Die Polizisten behaupten,ihr Opfer hätte das Feuer auf sie eröffnet, Zeugen und Überwachungskameras zeigten jedoch ein anderes Bild des Geschehens.

Kian delos Santos – Gericht verurteilt 3 Polizisten zu lebenslanger Haft

Auf der anderen Seite befinden sich 19 Polizisten, die einen inhaftierten Bürgermeister in seiner Zelle töteten nicht nur auf freiem Fuß, sie arbeiten sogar weiterhin als Polizisten.

Duterte wiederholt „ich werde die Polizisten, die Espinosa getötet haben“ begnadigen

Zwischenzeitlich gibt es hunderte von Aussagen, die bestätigen, dass die Todesschwadronen, die meist nachts auf Motorrädern unterwegs sind aus ehemaligen und aktiven Polizisten bestehen. Manche Zeugen behaupteten die Täter trugen teile ihrer Uniform unter ihrer Verkleidung oder Dienstwaffen der Polizei.

Redaktion

 

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