Bombe explodiert vor Einkaufszentrum, Zahl der Opfer noch unklar

South Seas Shopping Mall

Manila, Philippinen – Trotzdem die meisten Medien von bisher 11 Verletzten berichten, bestätigten die lokalen Behörden von Cotabato City, Mindanao von 2 Toten und mindestens 20 Verletzten.

Der regionale Militärsprecher Captain Arvin Encinas sagte, dass die Explosion um 14:00 Uhr (Ortszeit) vor der überfüllten South Seas Shopping Mall stattfand, viele Besucher des Einkaufszentrums erledigten noch letzte Einkäufe vor den Feierlichkeiten zum Jahreswechsel.

Superintendent Rolly Octavio, Direktor der Polizei in Cotabato City, bestätigte in der Zwischenzeit ein Todesopfer, Radioberichte sagen, dass ein weiteres Opfer der Explosion umgekommen ist, als es in einem der Krankenhäuser behandelt wurde.

Die improvisierte Sprengvorrichtung, die bei dem Angriff eingesetzt wurde, war mit Betonnägeln und gezackten Metallfragmenten gefüllt.

Der Sprengkörper wurde von einer noch nicht identifizierten Person hinter einem der Tische in der Nähe des Eingangs der Southseas Mall deponiert, wo ambulante Verkäufer Feuerwerkskörper zum Verkauf anboten.

Eine weitere leistungsstarke Bombe wurde im zweiten Stock des Einkaufszentrums gefunden, die von der Polizei und den Bombenexperten der Armee unverzüglich entschärft wurde.

Das Motiv des Bombenanschlags sei noch unklar, sagte ein Militärsprecher. Er verwies aber auf politische Spannungen in der Region. Im Januar sollen die Bewohner in einer Volksabstimmung über die Schaffung einer autonomen muslimischen Region im Süden des Inselstaates entscheiden.

Die Moro Islamische Befreiungsfront (MILF) hatte seit den späten siebziger Jahren für einen unabhängigen islamischen Staat gekämpft. Tausende Menschen starben bei den Auseinandersetzungen. Nach 17 Jahren Verhandlungen hatten die Regierung und Rebellen der MILF im März 2014 Frieden geschlossen. In der Region sind jedoch auch andere militante Gruppen aktiv. Im Juli unterzeichnete Präsident Rodrigo Duterte dann wie im Friedensabkommen vorgesehen ein Gesetz zur Schaffung der neuen Autonomieregion, dem die Bewohner noch zustimmen müssen.

Redaktion

 

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